Das neue Jahr bringt wieder viele Menschen ins Fitnessstudio – zumindest, solange sie an ihren Neujahrsvorsätzen festhalten. Was gut für Muskeln, Herz und Stoffwechsel ist, ist es eher nicht für die Hygiene. Denn zwischen Hanteln, Matten und Cardiogeräten lauert ein oft unterschätztes Risiko: Keime. Viele Geräte werden täglich von dutzenden Menschen benutzt, Schweiß und Hautkontakt sind unvermeidlich. Wer nicht auf Hygiene achtet, kann sich dabei schneller Bakterien oder Pilze einfangen, als ihm lieb ist.
Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass sich Bakterien noch lange nach dem Training unter den Fingernägeln halten.
Laut einer Laborstudie der Sportwetten-Website Stake wiesen Fingernagelabstriche von vier Personen, die ein einstündiges Training absolviert hatten, einen bis zu zehnmal höheren Bakteriengehalt auf als ein durchschnittlicher Toilettensitz. Die Ergebnisse zeigten eine Vielzahl von Keimen, darunter Staphylokokken, Enterokokken, Bazillen und E. coli, die Hautinfektionen, Hautausschläge und mehr verursachen können.
Diese stammen wahrscheinlich von der gemeinsamen Nutzung derselben Geräte und verschwitzten Matten mit Hunderten anderer Fitnessstudiobesucher. Selbst wenn deine Fingernägel nach dem Training sauber aussehen, können sie dennoch mehr als 15.000 koloniebildende Einheiten pro Abstrich beherbergen – ein Wert, der den eines Flugzeug-Klapptischs übersteigt.
Das ist aber kein Grund, gleich die Mitgliedschaft zu kündigen. Für die "New York Post" hat Personal Trainer Lee Mitchell die fünf häufigsten Fehler aufgeführt:
Verwendete Geräte (Hanteln, Griffe von Geräten) sollten immer kurz gereinigt werden. Die zurückgelassenen mikroskopisch kleinen Mikroben gedeihen nicht nur in warmen, schweißfeuchten Umgebungen, sondern können auch stundenlang auf Oberflächen verbleiben. Deshalb sollte man Geräte vor und nach dem Gebrauch immer mit Sprays und Tüchern desinfizieren. Nach der Reinigung der Geräte sollte man etwa zwei Minuten warten, damit das Reinigungsmittel die Bakterien vollständig abtöten kann.
Auch wenn es verlockend ist, sich während einer anstrengenden Trainingseinheit den Schweiß aus dem Gesicht zu wischen, sollte man diesem Drang widerstehen. Dadurch können Keime schneller verbreitet werden. Jede Berührung kann Keime direkt von den Händen auf empfindliche Bereiche übertragen. Hab immer ein sauberes Handtuch griffbereit.
Uns wurde beigebracht, dass Teilen etwas Gutes ist, das Teilen von Keimen gehört da aber nicht dazu, da Schweiß, Hautzellen und Mikroben auf gemeinsam genutzten Gegenständen zurückbleiben können. "Das Verleihen oder Ausleihen von Handtüchern, Handschuhen oder Wasserflaschen ist ein schneller Weg für Keime, sich zwischen Menschen zu verbreiten", so Mitchell. Verwende nach Möglichkeit deine eigene Ausrüstung und verleihe diese nicht.
Sorry, aber lange Fingernägel sind ein idealer Nährboden für allerhand Keime. Das regelmäßige Kürzen der Nägel und Reinigen der Nagelhaut mit einer kleinen Bürste kann das Wachstum und die Ausbreitung von Keimen verhindern.
Ein weiterer wichtiger Tipp, um Keime abzutöten und Erkältungen oder Infektionen vorzubeugen, ist das gründliche Waschen der Hände mit Wasser und Seife für mindestens 20 Sekunden. Für den Fall, dass mal kein Waschbecken und Seife zur Verfügung stehen sollten, sollte immer eine kleine Flasche Handdesinfektionsmittel in der Sporttasche dabei sein.
Gehst du nach dem Training gleich im Studio duschen, trage Flip-Flops, da Duschen in Fitnessstudios Brutstätten für Schimmel, Pilze und andere Bakterien sein können.