Frische-Faktor

Dunkle Schatten & Co – was Augenpads wirklich können

Sie gehören zur Morgenroutine wie Kaffee und Spiegelblick. Doch hinter dem Soforteffekt steckt oft weniger Pflege als viele glauben.
Heute Life
22.02.2026, 15:55
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Der Morgen beginnt, der Blick wandert automatisch in den Spiegel: Die Haut unter den Augen wirkt geschwollen, vielleicht zeigen sich dunkle Schatten. Für viele gehört in solchen Momenten ein bestimmtes Ritual dazu: Augenpads aus dem Kühlschrank, auflegen, kurz entspannen – und hoffen, dass der müde Blick verschwindet. Die kleinen Masken versprechen Frische, Straffung und weniger Augenringe. Doch was können diese tatsächlich?

Morgenroutine-Must have

Augenpads sind längst fixer Bestandteil vieler Badezimmerregale: Es gibt sie als Einmalprodukt aus Gel oder als wiederverwendbare Silikon-Pads. Letztere werden meist in Kombination mit Seren verwendet.

Das Trägermaterial ist mit unterschiedlichen Wirkstoffen getränkt: Je nach Produkt finden sich darin Retinol für einen Anti-Aging-Effekt, Hyaluronsäure und Panthenol für Feuchtigkeit oder Vitamin C zur Aufhellung. Besonders beliebt: Koffein, das abschwellend wirken soll. Das Versprechen klingt verlockend: weniger Fältchen, weniger Schatten, mehr Strahlkraft.

Augen wirken frischer

Der kühlende Effekt sorgt dafür, dass Schwellungen kurzfristig zurückgehen, gleichzeitig entsteht unter dem Patch ein feuchtes Milieu. Diese sogenannte "Okklusion" hilft dabei, dass Wirkstoffe besser in die dünne Haut unter den Augen eindringen.

Das Ergebnis: Die Haut wirkt glatter, praller und wacher – zumindest für einige Stunden. Der straffende Effekt entsteht vor allem durch einen leichten Film, der sich auf die Haut legt und sie optisch ebenmäßiger erscheinen lässt.

Was eher Wunschdenken ist

So angenehm der Soforteffekt ist, sind dauerhafte Veränderungen durch Augenpads allein kaum zu erwarten: Die empfohlene Tragedauer liegt meist bei 15 bis 20 Minuten. Für viele Wirkstoffe, wie Vitamin C, ist das schlicht zu kurz, um tief in die Haut einzudringen.

Auch bei dunklen Augenringen sind die Möglichkeiten begrenzt: Diese entstehen häufig durch genetische Veranlagung, Pigmentierung oder durchscheinende Gefäße. Punktuell aufgetragene Polysaccharide oder ähnliche Inhaltsstoffe können diese Ursachen nicht dauerhaft verändern.

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Eine Ausnahme bildet Koffein: Studien zeigen, dass es die Gefäße verengen kann. Dadurch können Schwellungen und dunkle Schatten kurzfristig gemildert werden. Der Effekt ist jedoch temporär: Sobald die Wirkung nachlässt, kehren auch die Augenringe zurück.

Für langfristige Verbesserungen empfehlen Dermatologen daher eher spezielle Augencremes mit kontinuierlicher Anwendung oder, je nach Ursache, dermatologische Behandlungen.

Sind Augenpads sinnvoll?

Wer sich einen schnellen Frischekick wünscht, etwa vor einem wichtigen Termin oder nach einer kurzen Nacht, wird mit Augenpads zufrieden sein: Der kühlende und abschwellende Effekt funktioniert zuverlässig.

Wer jedoch auf dauerhafte Straffung oder das vollständige Verschwinden dunkler Augenringe hofft, sollte realistisch bleiben. In diesem Fall sind Augenpads eher eine Ergänzung zur täglichen Pflege als eine Lösung.

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