Sommer, Sonne, Österreich

Das Land der endlosen Urlaubsmöglichkeiten

Land der Berge, Land am Strome und Land der vielen Urlauber. Auch dieses Jahr darf Österreich wieder mit Rekord-Besucherzahlen rechnen.
Newsdesk Heute
24.06.2026, 15:53
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Der Sommer steht vor der Tür, die Koffer werden gepackt und für viele Österreicherinnen und Österreicher ist die Entscheidung längst gefallen: Es geht wieder ins eigene Land. Ob Badeurlaub am Wörthersee, Wandern in Tirol, Sommerfrische im Salzkammergut oder ein Kulturwochenende in Wien – Österreich bleibt das beliebteste Reiseziel der Österreicher selbst. Gleichzeitig entdecken auch immer mehr internationale Gäste die Alpenrepublik für sich.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit 46,7 Millionen Ankünften und 154,3 Millionen Nächtigungen war 2024 das erfolgreichste Tourismusjahr der heimischen Geschichte. Nicht nur das Vorjahr wurde übertroffen, sondern auch das bisherige Rekordjahr 2019. Österreich erlebt einen Tourismusboom – und davon profitieren Wirtschaft, Regionen und Arbeitsplätze im ganzen Land.

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Der Koffer für den Urlaub in Österreich ist gepackt
istock

2024: Österreich knackt alle Bestmarken

Im Jahr 2024 wurden österreichweit 46,7 Millionen Gästeankünfte registriert. Das entspricht einem Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch beeindruckender sind die 154,3 Millionen Nächtigungen, die ein Plus von 2,1 Prozent zu 2023 bedeuten.

Besonders erfreulich: Der Aufschwung wird vor allem von internationalen Gästen getragen. Insbesondere Besucher aus Deutschland und den USA sorgen für steigende Zahlen und bestätigen Österreichs Ruf als eines der attraktivsten Reiseziele Europas.

Nahezu alle Bundesländer konnten zulegen. Den stärksten Zuwachs verzeichnete Wien mit einem Plus von 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Stärksten Touristenzuwachs verzeichnete 2024 Wien
REUTERS

Land der Stammgäste

Wer Österreich besucht, kommt häufig wieder. Die aktuelle Gästebefragung T-MONA zeigt eindrucksvoll, wie stark die Bindung vieler Urlauber an das Land ist.

66 Prozent der Gäste sind Stammgäste und reisen alle ein bis zwei Jahre oder sogar häufiger nach Österreich. Die Zufriedenheit ist außergewöhnlich hoch. Auf einer Skala von eins bis sechs liegt die Bewertung des Aufenthalts bei 1,6. Entsprechend überrascht es nicht, dass 94 Prozent Österreich als Urlaubsland weiterempfehlen würden.

Besonders bemerkenswert: Die Gäste kommen nicht nur wegen eines einzelnen Angebots. Österreich punktet mit einer Kombination aus Natur, Kultur, Gastfreundschaft und hoher Qualität.

Land der Berge, Land am Strome - Urlauber wollen Natur

Wenn Urlauber gefragt werden, warum sie sich für Österreich entscheiden, gibt es einen klaren Sieger. Für 60 Prozent sind Natur und Landschaft der wichtigste Grund für die Reise. Berge, Seen, Wälder und Almen sind das stärkste touristische Kapital des Landes. Danach folgen die Unterkunft selbst sowie Sehenswürdigkeiten und Kultur mit jeweils 28 Prozent.

Auch bei der Wahl der Unterkunft zeigt sich ein interessantes Bild. Für 68 Prozent der Gäste ist die Lage wichtiger als der Preis. Erst danach folgt der Kostenfaktor mit 51 Prozent. Österreichs Gäste suchen nicht das billigste Angebot, sondern das beste Erlebnis.

Kärnten Millstätersee
Kärnten Werbung GmbH | Gert Perauer

Aktiv in den Alpen

Die beliebteste Urlaubsform ist weiterhin der Wander- und Bergurlaub. Fast die Hälfte aller Österreichbesucherinnen und -besucher entscheiden sich dafür. Wandern ist die mit Abstand häufigste Freizeitaktivität der Gäste. Dahinter folgen Schwimmen und Baden sowie Radfahren und Mountainbiken.

Stubaier Alpen
Strauß, Andreas / Lookphotos / picturedesk.com

Nur knapp ein Viertel der Urlauber verzichtet im Sommerurlaub auf sportliche Aktivitäten. Der Trend geht damit eindeutig in Richtung aktive Erholung in der Natur.

Der typische Gast in Österreich

Das Bild vom Österreich-Urlauber hat sich in den vergangenen Jahren verändert.

Laut T-MONA ist der durchschnittliche Sommergast 52,4 Jahre alt. Die größte Gästegruppe kommt mit 44 Prozent aus Deutschland. Danach folgen die heimischen Urlauber.

Die Besucher gelten als gut gebildet und kaufkräftig: Fast die Hälfte unsrer Gäste verfügen über einen Hochschul- oder Universitätsabschluss. Etwas mehr als die Hälfte hat ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 4.000 Euro.

Touristen in WIen
Markus Scholz / dpa / picturedesk.com

Auch bei den Ausgaben zeigt sich die hohe Wertschöpfung des Tourismus. Durchschnittlich gibt ein Gast pro Urlaubstag 193 Euro aus – die Anreise nicht eingerechnet. Interessant dabei: Inländische Gäste geben mit durchschnittlich 185 Euro pro Tag sogar mehr Geld aus als deutsche Gäste mit 169 Euro.

Tourismus als Milliardenmotor der heimischen Wirtschaft

Tourismus bedeutet für Österreich weit mehr als volle Hotels und gut besuchte Sehenswürdigkeiten.

Im Jahr 2024 wurden durch Tourismus sowie Dienst- und Geschäftsreisen direkte Wertschöpfungseffekte von 21,67 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht 4,4 Prozent des österreichischen Bruttoinlandsprodukts.

Die gesamten Ausgaben von Gästen erreichten 2024 mit 39,20 Milliarden Euro einen neuen Höchststand.

Mehr als die Hälfte dieser Summe stammt von internationalen Gästen:

-   24 Milliarden Euro kamen von Gästen aus dem Ausland.

-   14,82 Milliarden Euro wurden von Gästen aus dem Inland ausgegeben.

Der Tourismus ist damit einer der wichtigsten Wirtschaftsmotoren des Landes.

Jeder Urlaub sichert Arbeitsplätze

Von den Einnahmen profitieren nicht nur Hotels und Gastronomiebetriebe. Laut den aktuellen Daten konnten 2024 rund 223.400 selbstständige und unselbstständige Beschäftigungsverhältnisse direkt dem Tourismus zugerechnet werden. Das entspricht rund 176.600 Vollzeitstellen.

Ganze Regionen profitieren vom Tourismus
REUTERS

Vom Hotel über den Liftbetreiber bis zur Gastronomie, vom Reisebusunternehmen bis zum Nahversorger profitieren ganze Regionen vom Tourismus. Gerade in ländlichen Gebieten ist die Branche häufig einer der wichtigsten Arbeitgeber überhaupt.

Die Lieblinge der Österreicher

Auch die Österreicher selbst verbringen ihren Urlaub am liebsten im eigenen Land. Fast 30 Prozent aller Haupturlaubsreisen führen innerhalb Österreichs.

Besonders beliebt sind:

Die Seenregionen

Das Salzkammergut mit Wolfgangsee, Attersee und Hallstätter See zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Sommerdestinationen des Landes.

Auch Kärnten mit dem Wörthersee und dem Weissensee lockt jedes Jahr zahlreiche Gäste an.

Hallstatt am See
Getty Images/iStockphoto

Berge und Natur

Die Regionen Schladming-Dachstein in der Steiermark oder das Zillertal und der Achensee in Tirol gehören zu den gefragtesten Sommerzielen.

NightRace auf der Planai, Schladming-Dachstein Region
Bild: EPA

Städte und Kultur

Wien bleibt der unangefochtene Publikumsmagnet Österreichs. Sehenswürdigkeiten wie Schloss Schönbrunn oder der Stephansdom ziehen jedes Jahr Millionen Besucher an.

Danach folgen Salzburg und Innsbruck als wichtige Kultur- und Städtedestinationen.

Salzburg
Getty Images/iStockphoto

Wintersport

Im Winter dominieren die großen Skigebiete Tirols, des Salzburger Landes und Vorarlbergs das touristische Geschehen.

So wurde Österreich zum Urlaubsland

Österreichs Aufstieg zur Tourismus-Nation begann lange bevor Hotels und Skilifte das Landschaftsbild prägten.

Während Adel und wohlhabende Familien schon seit Jahrhunderten ihre Sommer in prächtigen Landsitzen verbrachten, entdeckte das Bürgertum im Biedermeier die Sehnsucht nach Natur, frischer Luft und Erholung. Als Geburtsstätte der berühmten "Sommerfrische" gilt das Rax-Semmering-Gebiet in Niederösterreich.

Bereits 1758 kaufte der Wiener Neustädter Bürger Jacob Anton Perthold ein Landhaus in Payerbach, um sich und seiner Familie eine "Luftveränderung" zu gönnen – ein damals ungewöhnlicher Gedanke.

Sommerfrische
grazetta.at

Mit der Romantik und später dem Ausbau der Eisenbahn strömten immer mehr Städter in die Berge. Die Bahn brachte Tausende Wiener in die Regionen rund um Schneeberg, Semmering und Wachau und legte damit den Grundstein für den modernen Fremdenverkehr. Gasthäuser, Hotels und Villen entstanden, ganze Orte lebten plötzlich von den Sommergästen.

Für viele Bauern bedeutete das neue Einnahmen, aber auch Opfer: Nicht selten mussten sie ihre eigenen Betten und Wohnungen an die Urlauber vermieten und selbst in einfachen Kammern schlafen.

Ausbau der Eisenbahn führt zu mehr Tourismus
wikipedia

Aus dieser Mischung aus Natursehnsucht, technologischem Fortschritt und unternehmerischem Geschick entwickelte sich Österreich Schritt für Schritt zu jenem beliebten Urlaubsland, das heute Millionen Gäste aus aller Welt anzieht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte der Fremdenverkehr eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau des Landes. Arbeitsplätze mussten geschaffen, Devisen ins Land gebracht und ein neues internationales Image aufgebaut werden.

Historische Plakate der Österreich-Werbung: Mit der Seele baumeln als Urlaubsvergnügen
grazetta.at

Österreich präsentierte sich damals bewusst als friedliches Alpenland voller Berge, Seen, Traditionen und Gastfreundschaft. Die damaligen Werbekampagnen setzten auf Bilder, die bis heute wirken.

Berge, Seen, Trachten, Traditionen und Kultur wurden zum Markenzeichen des Landes.

Viele dieser Bilder prägen die internationale Wahrnehmung Österreichs bis heute – und bilden noch immer die Grundlage des touristischen Erfolgs.

Viele dieser Bilder prägen die internationale Wahrnehmung Österreichs bis heute:
REUTERS

Sommerlicher Ausblick

Auch die Aussichten für die kommenden Jahre sind positiv.

Die Sommerpotenzialstudie 2026 zeigt, dass die Reiselust trotz geopolitischer Unsicherheiten hoch bleibt. Zwischen 69 und 83 Prozent der Befragten in den zehn wichtigsten Herkunftsmärkten planen sicher eine Sommerreise. Österreich profitiert dabei von seinem Ruf als sichere und gut erreichbare Destination.

Besonders erfreulich sind die Zuwächse in Deutschland, der Schweiz, Polen, Tschechien und Ungarn. Das Potenzial ist enorm: Rund 24 Millionen Menschen zählen laut Studie zum Kernpotenzial für einen Österreich-Urlaub.

24 Millionen Menschen als potenzielle Urlauber für Österreich
REUTERS

Den Urlaub lässt man sich nicht nehmen

Trotz Inflation, steigender Lebenshaltungskosten und internationaler Krisen bleibt eines klar: Die Menschen wollen reisen. Die Nachfrage konzentriert sich zunehmend auf Natur, aktive Erholung und ganzheitliche Erlebnisse. Genau hier liegen die großen Stärken Österreichs.

Berge, Seen, Wandern, Kultur, Städte, Kulinarik und Wellness bleiben die wichtigsten Argumente für einen Urlaub in der Alpenrepublik. Oder anders gesagt: Während viele Destinationen um ihre Zukunft kämpfen, scheint Österreich derzeit genau das zu bieten, wonach Reisende suchen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 24.06.2026, 15:53
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