Ex-Ministerin verstorben

"Deine Stimme wird fehlen" – Große Trauer um Kdolsky

Österreichs Politik trauert um Andrea Kdolsky. Die frühere Gesundheitsministerin ist am Mittwoch ihrer Krebserkrankung erlegen.
Newsdesk Heute
30.09.2026, 20:36
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Bis zuletzt kämpfte Andrea Kdolsky gegen ihre Krebserkrankung. Nun ist die frühere Gesundheitsministerin im Alter von 63 Jahren gestorben. Nach "Heute"-Informationen wurde die Ärztin und Autorin in den vergangenen Tagen auf der Palliativstation der Klinik Oberwart behandelt.

Am Mittwoch erlag Kdolsky schließlich ihrer schweren Erkrankung. Ihr ehemaliger Lebensgefährte Philipp Ita verabschiedete sich auf Facebook von ihr. Er würdigt Kdolsky als "einen außergewöhnlichen Menschen" und erinnert dabei besonders an ihren Einsatz für andere.

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Auch ihren Umgang mit der Krebserkrankung hebt Ita in seinem Abschied hervor. "Andrea, in deinen letzten drei Jahren hast du uns gezeigt, was es bedeutet, selbst in schwersten Zeiten mutig, optimistisch und zuversichtlich zu bleiben." Mit emotionalen Worten nimmt er schließlich Abschied: "Deine Stimme wird fehlen. Aber sie wird nicht verstummen. Adieu, liebe Andrea, wir sehen uns wieder!"

"Danke für dein Wirken für Österreich"

Auch aus ihrer früheren politischen Heimat kommen Abschiedsworte. Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker nimmt Abschied von der früheren Gesundheitsministerin. „Mit großer Betroffenheit habe ich vom viel zu frühen Tod von Andrea Kdolsky erfahren", erklärt Stocker. Als Fachärztin für Anästhesie am Wiener AKH habe sie die Anliegen der Patienten und der Beschäftigten im Gesundheitswesen aus eigener Erfahrung gekannt.

Diese Erfahrung habe Kdolsky ab 2007 als Gesundheitsministerin in die Bundesregierung eingebracht. Stocker erinnert auch an ihre direkte Art: „Andrea Kdolsky war eine Politikerin, die offen ausgesprochen hat, was sie dachte, und die nie davor zurückgeschreckt ist, für ihre Überzeugungen einzustehen, auch wenn das unbequem war."

Politisch hatten sich die Wege Kdolskys und der Volkspartei allerdings bereits 2023 getrennt. Aus Protest gegen die ÖVP-FPÖ-Koalition in Niederösterreich trat die frühere Ministerin damals aus der ÖVP aus.

"Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden und allen, die um sie trauern. Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren", so Stocker.

"Wichtige Mitstreiterin über Parteigrenzen hinweg"

Auch Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) zeigt sich tief betroffen. Die Nachricht von Kdolskys Tod mache ihn "tieftraurig". Er habe sie in den vergangenen Jahren als "wichtige Mitstreiterin über Parteigrenzen hinweg" erlebt. Gemeinsam hätten sie daran gearbeitet, die Gesundheitsversorgung im Burgenland weiterzuentwickeln.

Besonders verbunden waren die beiden durch das Maggie’s Centre in Oberwart, das Kdolsky mit vorantrieb. Doskozil kündigt nun an, ihr dort ein bleibendes Andenken zu setzen: "Das Maggie’s Centre wird ihren Namen tragen." Damit bleibe Kdolsky an einem Ort präsent, "für den sie sich bis zuletzt mit ganzer Kraft eingesetzt hat – und an dem künftig viele Menschen Unterstützung und Halt finden werden."

"Für ihren Einsatz für das Burgenland und für alles, was sie für dieses Projekt geleistet hat, werde ich ihr immer dankbar sein", so Doskozil. Seine Gedanken seien bei ihrer Familie und allen Menschen, die ihr nahestanden.

red,30.09.2026, 20:36