Kaffee und Tee könnten dem Gehirn im Alter mehr helfen als bisher gedacht. Eine große US-Langzeitstudie mit mehr als 131.000 Erwachsenen zeigt: Wer moderat koffeinhaltigen Kaffee oder Tee trinkt, hat im Verlauf ein niedrigeres Demenzrisiko und berichtet seltener von geistigem Abbau.
Für die Analyse aus den USA wurden Daten von mehr als 131.000 Erwachsenen herangezogen und über einen langen Zeitraum beobachtet: Bei den Frauen aus den Jahren 1980 bis 2023, bei den Männern aus 1986 bis 2023.
Besonders spannend: Mehr war nicht automatisch besser. Die günstigsten Werte zeigten sich bei etwa zwei bis drei Tassen koffeinhaltigen Kaffee pro Tag oder ein bis zwei Tassen Tee täglich.
Entkoffeinierter Kaffee zeigte diesen Zusammenhang hingegen nicht. Das spricht dafür, dass Koffein eine wichtige Rolle spielen könnte, auch wenn die Forscher betonen, dass die biologischen Mechanismen noch nicht endgültig geklärt sind.
So verlockend es klingt: Die Studie beweist nicht, dass Kaffee oder Tee Demenz vorbeugt. Es handelt sich um eine prospektive Beobachtungsstudie. Das heißt, sie kann starke Hinweise liefern, aber keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen.
Für die geistige Gesundheit bleiben auch Schlaf, Bewegung, Blutdruckkontrolle, soziale Kontakte und Stoffwechselgesundheit zentral. Diese könnten das Ergebnis beeinflusst haben, obwohl viele Störfaktoren statistisch berücksichtigt wurden.