Gedächtnisprobleme

Zu viel von dieser Zutat schadet dem männlichen Gehirn

Eine neue Studie aus Australien zeigt: Vor allem Männer bauen geistig schneller ab, wenn sie zu viel Salz konsumieren.
Heute Life
18.04.2026, 03:45
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Salz ist für den Menschen lebenswichtig, denn es erfüllt viele lebenswichtige Funktionen im Körper. Salz ist entscheidend für die Signalübertragung im Körper. Ohne es würden Bewegungen und Reflexe nicht funktionieren. Salz hilft, den Wasserhaushalt und den Blutdruck zu regulieren, und besonders das Gehirn ist auf Natrium angewiesen – für Konzentration und Reaktionsfähigkeit.

Salz ist also kein "Feind", sondern ein wichtiger Baustein für den Körper. Entscheidend ist die Balance: Genug, um die Funktionen zu sichern – aber nicht so viel, dass es krank macht. Jedoch konsumieren viele Menschen täglich mehr davon als empfohlen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollten es maximal 5 Gramm Salz pro Tag sein (das entspricht etwa einem Teelöffel). Die meisten Menschen liegen deutlich darüber: oft 8 bis 10 Gramm täglich – also fast doppelt so viel wie empfohlen.

Zu viel Salz schadet dem männlichen Gedächtnis

Das könnte sich negativ auf das Gedächtnis auswirken – zumindest bei Männern. Das legt eine neue Studie der australischen Edith Cowan University (ECU) nahe. Demnach verlieren Männer mit hoher Natriumaufnahme ihre Gedächtnisleistung schneller als jene mit moderatem Konsum.

Im Fokus der Untersuchung stand das sogenannte episodische Gedächtnis – also die Fähigkeit, persönliche Erlebnisse und konkrete Ereignisse aus der Vergangenheit abzurufen. Für die Studie analysierten die Forscher Daten von 1.208 Personen über einen Zeitraum von sechs Jahren.

Das Ergebnis: Männer mit hoher Natriumzufuhr zeigten einen deutlich schnelleren Abbau dieser Gedächtnisleistung. Bei Frauen konnte hingegen kein vergleichbarer Zusammenhang festgestellt werden.

Blutdruck als möglicher Faktor

Ein möglicher Erklärungsansatz: Die männlichen Teilnehmer mit hohem Salzkonsum wiesen auch häufiger erhöhten Blutdruck auf. Dieser wird bekanntlich durch eine hohe Natriumaufnahme begünstigt.
Andere Vermutungen: Zu viel Salz könnte Entzündungen im Gehirn fördern, Blutgefäße schädigen oder die Durchblutung des Gehirns beeinträchtigen. All das könnte langfristig die kognitive Leistungsfähigkeit beeinflussen. Ein klarer Beweis steht jedoch noch aus.

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