Strafe streng genug?

Deutscher bremst Notarzt 6 km aus – für freie Fahrt

Ein 36-Jähriger nutzte die freie Fahrt eines Notarztwagens für sich aus. Der Einsatz verzögerte sich um fünf Minuten – jetzt wird es teuer.
13.10.2026, 21:14
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Ein besonders dreister Fall von Rücksichtslosigkeit im Straßenverkehr beschäftigt die Justiz in Deutschland. Ein 36-jähriger Autofahrer hat auf der Bundesstraße B17 bei Augsburg (Bayern) einen Notarztwagen mit Blaulicht und Folgetonhorn über eine Strecke von rund sechs Kilometern ausgebremst. Der Grund: Er wollte offenbar selbst schneller vorankommen.

Wie die deutsche "Bild" berichtet, war der Notarzt gerade auf dem Weg zu einem Patienten. Während andere Verkehrsteilnehmer eine Rettungsgasse bildeten und dem Einsatzfahrzeug Platz machten, blieb der 36-Jährige einfach davor. Sämtliche Signale der Rettungskräfte ignorierte er.

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Notarzt kam fünf Minuten zu spät

Nach Überzeugung des Amtsgerichts Augsburg nutzte der Mann die Situation bewusst aus. Weil die anderen Autofahrer dem Notarzt Platz machten, hatte auch er freie Fahrt. Dabei war er laut Gericht deutlich schneller als erlaubt unterwegs.

Für den Patienten hatte die rücksichtslose Aktion unmittelbare Folgen: Der Notarzt erreichte ihn erst mit rund fünf Minuten Verspätung. Ob sich die Verzögerung auch auf dessen Gesundheitszustand auswirkte, ist nicht bekannt. Ebenso wenig ist über die Art des medizinischen Notfalls bekannt.

Führerschein für zwei Jahre weg

Jetzt muss der 36-Jährige für seine Aktion tief in die Tasche greifen. Das Amtsgericht Augsburg verurteilte ihn wegen Nötigung und eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens zu einer Geldstrafe von satten 13.500 Euro.

Doch damit nicht genug: Auch seinen Führerschein ist der Mann los. Frühestens nach zwei Jahren darf er eine neue Fahrerlaubnis beantragen. Rechtskräftig ist das Urteil allerdings noch nicht, der Autofahrer kann dagegen Rechtsmittel einlegen.

red, 13.10.2026, 21:14
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