Tierische Studie

Diese Hybridrassen sind gar nicht so lieb wie geplant

Eine britische Studie will festgestellt haben, dass viele "Doodle"-Hunde gar nicht so familienfreundlich und freundlich sind, wie zunächst angenommen.
20.03.2026, 11:58
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Hybridrassen oder auch "Designerhunde" sollen ja eigentlich die besten Eigenschaften von zwei Rassen vereinen. Bei den "Doodles" ist es unter anderem der Intellekt, die Langlebigkeit und das kaum haarende Fell des Pudels plus die Kinderfreundlichkeit und Souveränität des Labrador Retrievers. Tatatataaaa: Geboren ist der "Labradoodle".

Eine britische Studie möchte jetzt aber auf einen menschlichen Trugschluss hinweisen, denn nicht alle "Doodles" sind so "a g'mahte Wiesn", wie angenommen und geplant. Einige Designer-Mischlinge legen nämlich ein ziemlich "ungünstiges" Verhalten an den Tag.

Doodle-Boom

Vor allem in den letzten Jahren wurden die sogenannten "Doodles" immer beliebter, auch wenn sie nach wie vor nicht als eigenständige Rassen anerkannt werden und im Grunde einfach gezielte "Mischlinge" sind. Den genetisch "perfekten" Hund zu erschaffen, ist aber offenbar ein ziemlich kranker Traum des Menschen und hätte ja gar nicht gut gehen können, oder?

Das dachten sich wohl auch Forschende des Royal Veterinary College (RVC), die das Verhalten von 9.400 Cockapoos, Labradoodles und Cavapoos, sowie auch den reinrassigen Elterntieren: Cocker Spaniels, Cavalier King Charles Spaniels, Labrador Retriever und diversen Pudeltypen ausgewertet haben. Die Charakter-Unterschiede zwischen den Designer-Kindern und den Elterntieren waren hier ziemlich deutlich, und die "Doodles" und "Poos" zeigten sogar in 82 Prozent aller Fälle ein "unerwünschtes" Verhalten.

Wer das jetzt jedoch auf eine falsche Erziehung schiebt, irrt, denn es handelte sich meist um kein anerzogenes Problem wie Schreckhaftigkeit, Nervosität, ausgeprägte Reizbarkeit, Probleme mit dem Alleine sein, und reaktive Tendenzen. Die Halter gaben auch im Zuge der Studie regelmäßig zu, dass die Hybridrassen sehr arbeitsintensiv seien und von "leicht erziehbar" weit entfernt.

Logik und Realismus

Jeder seriöse Hundehalter wird jetzt natürlich die Hände über den Kopf zusammenschlagen, denn ein Lebewesen generell als "leicht erziehbar" zu deklarieren ist einfach falsch. Keine Hunde und keine Rassen kommen mit Gebrauchsanleitung und sollten immer individuell trainiert und erzogen werden. Deshalb legen die Autoren natürlich auch den Hundebesitzern ans Herz, keinen Werbeslogans wie "der perfekte Familienhund" oder "sicher im Umgang mit Kindern" zu glauben.

Seit 200 Jahren

Der Co-Autor der Studie, Dan O'Neill erwähnte auch, dass Menschen vor etwa 200 Jahren begonnen haben, an den Hunden "herumzutüfteln" und neue Rassen zu erfinden - je nach Bedarf. Und auch wenn man bei vielen Rassen von Erfolg sprechen könne, so gäbe es auch viele, viele Fehlentscheidungen. Der Doodle ist der optische Teddybär der Hunde - aber eben doch kein Stofftier! Tja.

{title && {title} } tine,red, {title && {title} } 20.03.2026, 11:58
Jetzt E-Paper lesen