Montecristo hat keine Einwohner, keine Straßen und keine Hotels. Es gibt strenge Regeln und jede Menge Verbote. Pro Jahr werden nur wenige Besucher auf die Insel gelassen – 2026 sind es exakt 1.725, die an einer geführten Tour teilnehmen dürfen.
Warum ist das so streng? Laut dem Nationalpark des Toskanischen Archipels ist Montecristo ein "außergewöhnlicher und ökologisch empfindlicher Ort". Die Insel ist enorm wichtig für die Artenvielfalt im Toskanischen Archipel und im Tyrrhenischen Meer.
Der Zugang – egal ob zu Wasser oder zu Land – ist streng geregelt. Auch wenn die Bucht Cala Maestra mit ihrem Strand zum Träumen einlädt, ist Baden verboten. Sonnenschirme und Badetücher darfst du nicht mitnehmen. Pflanzen, Tiere oder Steine sammeln? Ebenfalls tabu. Kinder unter zwölf Jahren und Haustiere müssen überhaupt daheim bleiben.
Im Jahr 2026 kannst du Montecristo an nur 23 Tagen besuchen. Pro Tag gibt es 75 Plätze. Die geführten Touren finden zwischen 1. März und 15. April sowie 15. Mai bis 31. Oktober statt. Zum Schutz der Zugvögel ist die Insel zwischen Mitte April und Mitte Mai gesperrt.
Die Teilnahme kostet 130 bis 140 Euro pro Person. Einheimische aus den Gemeinden des Toskanischen Archipels haben 100 reservierte Plätze und zahlen nur 55 bis 60 Euro. Bei der Tour wanderst du gemeinsam mit einem Guide über drei anspruchsvolle Wege.
Wer eine der begehrten Touren buchen will, kann das nur über die Website des Nationalparks machen.
Die Termine für 2026 sind bereits seit Montag (9. Februar) online – aber wer jetzt noch buchen will, schaut durch die Finger: Laut Buchungsseite sind alle Termine für 2026 schon ausverkauft. Vereinzelt gibt es noch Restplätze für Einheimische.