Am Dienstag, dem 6. Oktober 2026, spielten sich in Hirtenberg (Bezirk Baden) dramatische Szenen ab. Ein 33-jähriger Autofahrer versuchte mit aller Gewalt, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Dabei rammte er gleich zwei Polizeiautos, durchbrach Straßensperren und krachte schließlich in den Wagen einer 66-Jährigen.
Gegen 8.35 Uhr wurden Polizisten wegen eines zu schnell fahrenden Autos nach Hirtenberg gerufen. Vor Ort trafen sie auf einen 33-Jährigen aus dem Bezirk Baden, der mit dem Wagen eines Familienangehörigen unterwegs war. Der Mann hatte allerdings keine gültige Lenkberechtigung.
Zunächst hielt der Autofahrer noch an. Doch als ihn die Beamten mehrfach aufforderten, auszusteigen, weigerte er sich. Die Polizisten stellten daraufhin ihren Streifenwagen quer, um eine Flucht zu verhindern. Doch der 33-Jährige dachte offenbar nicht daran, aufzugeben. Er stieg aufs Gas, rammte den abgestellten Polizeiwagen und einen Zaun. Durch die entstandene Lücke raste er davon.
Die Beamten nahmen sofort mit Blaulicht und Folgetonhorn die Verfolgung auf. Ihre Kollegen aus Leobersdorf errichteten in der Dobrischgasse eine Straßensperre. Doch auch davon ließ sich der Flüchtende nicht stoppen. Er rammte den zweiten Streifenwagen und entkam erneut durch die entstandene Lücke. Anschließend setzte er seine Fahrt auf der B18 in Richtung Leobersdorf fort.
An der Kreuzung B18, Autobahnabfahrt A2 und Europastraße kam es schließlich zum folgenschweren Zusammenstoß: Der 33-Jährige fuhr an einer stehenden Autokolonne vorbei und trotz roter Ampel in die Kreuzung. Dort krachte er in den Wagen einer 66-jährigen Frau aus dem Bezirk Baden. Die Frau musste noch an der Unfallstelle vom Rettungsdienst versorgt werden.
Nach dem Unfall nahmen die Polizisten den 33-Jährigen vorläufig fest. Dabei leistete er passiven Widerstand. Bei seiner ersten Befragung gab der Mann laut Polizei zu, vor der Fahrt Suchtmittel konsumiert zu haben.
Die Bilanz der wilden Flucht: zwei beschädigte Polizeiautos, zwei weitere beschädigte Pkw und eine Frau, die medizinisch versorgt werden musste. Die eingesetzten Polizisten blieben unverletzt. Für den 33-Jährigen endete die Fahrt schließlich hinter Gittern. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde er in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert.