Der Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda könnte sich nach Einschätzung der Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) auch auf zehn weitere Länder in Zentralafrika ausbreiten.
Laut Africa-CDC-Präsident Jean Kaseya sind der Südsudan, Ruanda, Kenia, Tansania, Äthiopien, der Kongo, Burundi, Angola, die Zentralafrikanische Republik und Sambia gefährdet. Uganda hat am Samstag drei weitere Ebola-Fälle gemeldet. Damit gibt es in dem Land jetzt insgesamt fünf Infizierte.
Das Rote Kreuz hat außerdem den Tod von drei Freiwilligen in der Demokratischen Republik Kongo bekanntgegeben. Sie dürften sich Ende März während ihres Einsatzes in der Provinz Ituri – dem Epizentrum des Ausbruchs – mit dem Virus angesteckt haben.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Freitag wegen des Ebola-Ausbruchs die Gesundheitsgefahr für die Bewohner der Demokratischen Republik Kongo auf die Stufe "sehr hoch" gesetzt.
Laut WHO ist die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle in dem Land mittlerweile auf rund 750 gestiegen. Bei 177 Todesfällen wird das Virus als Ursache vermutet. Bestätigt sind bisher 82 Ebola-Ansteckungen und sieben Ebola-Todesfälle in dem zentralafrikanischen Land.
Das Ebola-Virus wird durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten übertragen. Die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen dauern.
Die aktuelle Epidemie wird von der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebola-Virus ausgelöst, die erstmals 2007 nachgewiesen wurde. Es gibt weder einen Impfstoff noch eine gezielte Therapie dagegen.