Im zweiten Quartal 2026 ist die Wirtschaftsleistung im Euroraum um 0,6 Prozent, jene der gesamten EU um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Das zeigen Zahlen, die die europäische Statistikbehörde Eurostat nun vorgelegt hat. Im ersten Quartal hatte das Wachstum im Euroraum noch bei 0,0 Prozent und in der EU bei 0,1 Prozent gelegen.
Am düstersten sieht’s laut der Analyse für Österreich aus: Als einziger EU-Mitgliedstaat verzeichnete die heimische Alpenrepublik im zweiten Quartal ein Minus – und zwar von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
An der Spitze des EU-Rankings stehen Irland mit einem Plus von 10,2 Prozent, gefolgt von Slowenien (plus 1,8 Prozent) und Litauen (plus 1,7 Prozent). Selbst das wirtschaftlich strauchelnde Deutschland legte um 0,3 Prozent zu.
Am unteren Ende des Rankings bildet Österreich das alleinige Schlusslicht im Minusbereich, dicht gefolgt von Frankreich und Rumänien sowie Belgien mit 0,0 Prozent. Ebenfalls im hinteren Feld rangieren die Slowakei und Italien mit einem mageren Plus von jeweils 0,2 Prozent.
Im Vergleich zum 2. Quartal 2025 schneidet Österreich mit einem mageren Plus von 0,4 Prozent ebenfalls schlecht ab. Noch übler lief es im Jahresabstand nur für die Iren, deren Wirtschaft um 0,4 Prozent schrumpfte. Im gleichen Zeitraum legte die Eurozone um 1,2 Prozent zu, die EU schaffte unterm Strich sogar +1,4 Prozent.
Auch am rot-weiß-roten Arbeitsmarkt spiegelt sich die Entwicklung wider: Während die Zahl der Erwerbstätigen in der EU und im Euroraum gegenüber Vorquartal leicht um 0,1 Prozent stieg, stagnierte Österreich bei 0,0 Prozent. Verglichen zu 2025 sank die Beschäftigung bei uns sogar um 0,2 Prozent, während sie im EU-Schnitt um 0,4 Prozent wuchs.