Folgen kosten Milliarden

Alarmierende EU-Zahlen – Österreich wird immer dicker

Der Anteil der Menschen mit krankhaftem Übergewicht ist hierzulande seit 2008 um fast 38 Prozent explodiert – mit massiven Folgekosten.
Team Wirtschaft
06.09.2026, 20:51
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Bereits 17,6 Prozent der Menschen in Österreich ab 18 Jahren haben einen Body-Mass-Index (BMI) von mindestens 30 Prozent und gelten damit als adipös, also krankhaft übergewichtig. Das zeigt eine Analyse der EU-Statistikbehörde Eurostat, für die die Daten aus dem Jahr 2025 ausgewertet wurden.

Mit Platz 14 im europäischen Vergleich stehen wir zwar nicht superschlecht da, besonders niedrig ist die Quote allerdings auch nicht. Die Hitparade: Mit 26,6 Prozent weist Malta die höchste Adipositasrate auf, gefolgt von Lettland (24,6 Prozent) und Finnland (23,2 Prozent).

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Italien und Griechenland mit niedrigstem Wert

Klar über dem EU-27-Schnitt von 16,3 Prozent rangieren zudem unsere Nachbarländer Ungarn (20,9 Prozent), Deutschland (20,8 Prozent) und Slowakei (17,7 Prozent). In Polen leben 19,4 Prozent mit einem BMI von 30+, in Schweden sind es 17,5 Prozent, in Frankreich 16,3 Prozent.

Am anderen Ende der Skala rangieren Italien mit nur 7,0 Prozent sowie Griechenland (12,8 Prozent), Rumänien (12,9 Prozent) und Spanien 14,9 Prozent.

Männer häufiger betroffen

Was die Eurostat-Statistik auch zeigt: Europas Männer sind mit einem Anteil von 17,4 Prozent häufiger von krankhaftem Übergewicht betroffen als Frauen (15,3 Prozent).

Noch alarmierender als die aktuelle Platzierung ist allerdings die Entwicklung in Österreich über die vergangenen Jahre. Seit 2008 – damals lagen wir bei 12,8 Prozent – ist der Adipositas-Anteil um 4,8 Prozentpunkte bzw. 37,5 Prozent gestiegen.

Unterm Strich sind bei uns 53 Prozent zu schwer

Wer sich jetzt fragt, wie die Gesamtlage im Land ist: Konkret hatten zuletzt 52,9 Prozent der Menschen in Österreich mit Speckröllchen aufwärts (BMI von 25 und höher) zu kämpfen. Spitzenreiter in der Übergewichts-Gesamtwertung sind Malta und Rumänien mit je 62,3 Prozent, gefolgt von Finnland (61,7 Prozent), Litauen (60,7 Prozent) und Tschechien (60,4 Prozent) – bei einem EU-Schnitt von 51,7 Prozent.

Am besten schnitten Italien mit 38,3 Prozent, Frankreich (48,1 Prozent) und die Niederlande (48,6 Prozent) ab.

Experten orten Adipositas-Epidemie

Was die Situation neben menschlichem Leid und einer verkürzten Lebenserwartung so dramatisch macht: Die Auswirkungen von Adipositas kosten Österreich eine Lawine. Bereits 2024 schätzte das Institut für Höhere Studien (IHS) die wirtschaftliche Belastung durch krankhaftes Übergewicht auf 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Rund 5 Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben und eine halbe Million Krankenhaustage seien auf Folgeerkrankungen von Adipositas zurückzuführen.

Und schon damals warnten die IHS-Experten: "Angesichts der Zahlen sehen wir dringenden Handlungsbedarf." Die Adipositas-Epidemie solle nicht als Nebensächlichkeit abgetan werden, sie sei "ein zentrales Problem für die öffentliche Gesundheit und unsere Wirtschaft".

{title && {title} } tmw, {title && {title} } 06.09.2026, 20:51
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