Wie die Organisation foodwatch berichtet, steht am 3. August in Österreich der sogenannte "Sugar-Overload-Day" an. Das bedeutet: Die von der WHO empfohlene Jahresmenge an freiem Zucker wird in Österreich bis zu diesem Zeitpunkt bereits vernascht.
Wie orf.at berichtet, soll ein Erwachsener laut Weltgesundheitsorganisation WHO maximal 50 Gramm Zucker zu sich nehmen - das sind 14 bis 16 Stück Würfelzucker. In Österreich konsumieren die Erwachsenen aber fast doppelt so viel, nämlich 92 Gramm.
Wie foodwatch berichtet, bringt die Überzuckerung schwere gesundheitliche Folgen mit sich: So leiden in Österreich bereits jeder dritte Bub und jedes vierte Mädchen an Übergewicht - die meisten davon bis ins Erwachsenenalter. Ein erhöhter Zuckerkonsum kann im schlimmsten Fall auch zur Entwicklung von Diabetes führen.
Auch die Wirtschaft leidet: Laut einer IHS-Studie aus 2024 verursacht Adipositas in Österreich jährlich volkswirtschaftliche Kosten von 2,4 Milliarden Euro und 1,24 Millionen Krankenstandstage. Rund 3.950 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Übergewicht – laut foodwatch sind es bis zum heutigen 3. August rechnerisch bereits 2.327 Todesfälle.
Wann hast du deine jährliche Zuckergrenze erreicht? Mit dem Zuckerrechner von foodwatch kannst du deinen persönlichen Sugar Overload Day berechnen:
https://www.foodwatch.org/at/sugar-overload-day-rechner?mtm_medium=Presse&mtm_source=ots&mtm_campaign=PA_SugarOverloadDay_Rechner
Foodwatch macht darauf aufmerksam, dass Österreich laut aktuellen Daten beim Zuckerkonsum über Softdrinks den zweiten Platz unter den westeuropäischen Ländern belegt - nur knapp hinter Deutschland. Das ist gefährlich, weil bereits ein halber Liter Cola die WHO-Grenze für den täglichen Zuckerkonsum überschreitet. Aber auch Energy-Drinks wurden in den letzten Jahren zur weitverbreiteten Zucker-Bombe.
Vor dem Hintergrund des hohen Zuckerkonsums fordert foodwatch deshalb eine eigene Steuer auf zuckerhaltige Getränke. Eine solche Steuer wurde bereits in mehr als 100 Ländern, darunter in zwölf Mitgliedsstaaten, eingeführt - mit durchaus positiven Auswirkungen.