Kurioser Frost-Schaden

Eiseskälte lässt in Italien sogar heiligen Kopf rollen

Ungewohnte Minusgrade sorgten in Lignano für einen kuriosen Zwischenfall: Bei einer Sandkrippe brach der Kopf einer Figur ab.
13.01.2026, 11:45
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Eisige Minusgrade zeigen derzeit ihre zerstörerische Kraft – und machen selbst vor heiliger Kunst nicht Halt. Während der Winter auch in Österreich für Chaos sorgt, kam es im italienischen Lignano zu einem skurrilen Zwischenfall: Bei der berühmten Sandkrippenausstellung gab der Frost nach – und ließ einer Figur buchstäblich den Kopf rollen.

Wie die Associazione Dome Aghe Savalon d’Aur am Sonntag (11. Jänner) in sozialen Netzwerken mitteilte, kam es zu einem spektakulären Einsturz: Die Sandskulptur "Visitazione", die den Besuch der Gottesmutter Maria bei ihrer Verwandten Elisabeth darstellt, brach teilweise zusammen.

"Frost und eine nicht ganz optimale Verdichtung des oberen Teils des Sandblocks haben vermutlich dazu geführt, dass der Kopf der Elisabeth abbrach", erklärt der Verein Dome Aghe Savalon d’Aur.

Die Organisation verantwortet die Ausstellung gemeinsam mit der Gemeinde Lignano Sabbiadoro und lokalen Vereinen.

"Dieses Ereignis schmerzt uns sehr"

Trotz des Schadens nimmt der Verein den Vorfall mit gemischten Gefühlen auf. "Dieses Ereignis schmerzt uns sehr. Gleichzeitig zeugt es jedoch klar und unmissverständlich von unserer Arbeitsweise: keine Bindemittel, kein Klebstoff, der die Skulpturen zusammenhält, sondern ausschließlich Sand und Wasser."

Genau diese Philosophie mache die Kunstwerke so authentisch – aber auch so verletzlich.

Doch aus dem Schaden soll Neues wachsen: Ab heute wird eine Künstlerin vor Ort arbeiten – allerdings nicht, um die Skulptur zu reparieren.

In Abstimmung mit dem ursprünglichen Bildhauer soll aus den Überresten eine neue künstlerische Arbeit entstehen: "Manchmal entsteht Schönheit gerade aus dem, was zerbricht und uns zwingt, uns neu zu erfinden."

Währenddessen sorgt das Winterwetter auch hierzulande für massive Probleme. Eine Warmfront brachte vielerorts gefrierenden Regen und gefährliche Vereisungen. Der Flughafen Wien-Schwechat ist seit der Nacht auf Dienstag gesperrt, die ÖBB melden mehrere Streckenunterbrechungen.

Zudem kam es bereits zu Unfällen – unter anderem in Oberösterreich, wo sogar ein Bus auf der spiegelglatten Westautobahn umkippte.

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