SpaceX will laut einem Medienbericht 40 Milliarden Dollar für den Kauf von KI-Chips des US-Herstellers Nvidia aufnehmen. Die geplante Finanzierung belastet die Aktien des Raumfahrtunternehmens von Elon Musk. Im vorbörslichen US-Handel verloren die Papiere am Mittwoch rund 2,5 Prozent. Auch die Nvidia-Aktie gab leicht nach.
Die "Financial Times" berichtete unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen über die geplante Finanzierung. Demnach soll sie von Apollo Global Management angeführt werden. Vorgesehen sind Bankkredite in Höhe von rund zehn Milliarden Dollar sowie Anleihen über weitere 30 Milliarden Dollar.
Mit dem Geld will SpaceX offenbar Nvidia-Chips für seine Rechenzentren finanzieren. Das Unternehmen plant laut dem Bericht, dort ausschließlich Hardware von Nvidia einzusetzen. Die Chips werden vor allem für Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz benötigt, bei denen enorme Rechenleistungen erforderlich sind.
Hintergrund ist auch der wachsende Bedarf des Musk-Unternehmens xAI. Musk hatte erst im vergangenen Monat erklärt, dass das Rechenzentrum Colossus 2 die Zahl der eingesetzten Nvidia-Chips bis Dezember mehr als verdoppeln könnte. SpaceX und xAI arbeiten dabei im Umfeld von Musks wachsendem KI- und Raumfahrtgeschäft.
Die geplante Summe zeigt gleichzeitig, welche Größenordnungen inzwischen beim Aufbau von KI-Rechenzentren erreicht werden. Nvidia-Chips gelten als zentrale Hardware für das Training und den Betrieb leistungsfähiger KI-Modelle. Die hohen Kosten für Rechenzentren und deren Ausstattung führen bei Unternehmen zunehmend zu umfangreichen Finanzierungen.
Neben SpaceX bewegten am Mittwoch auch andere Unternehmensnachrichten die internationalen Börsen. Die Aktie des französischen Spirituosenherstellers Rémy Cointreau legte in Paris rund 3,5 Prozent zu. Das Management verwies auf verbesserte Absatztrends und eine überdurchschnittliche Entwicklung in den USA.
Noch deutlicher ging es für den französischen Autozulieferer Forvia nach oben. Die Aktie gewann zeitweise mehr als zehn Prozent. Grund war die Ankündigung eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem indischen Konkurrenten Anand.
Das Joint Venture soll Sitze und Sitzgestelle für den indischen Markt produzieren. Forvia hält daran 50 Prozent plus eine Aktie, Anand beziehungsweise dessen Tochtergesellschaft Gabriel India 50 Prozent minus eine Aktie.