Minnesota hat als erster US-Bundesstaat ein strenges Gesetz gegen sogenannte Nudifier-Apps verabschiedet. Diese Programme nutzen Künstliche Intelligenz, um Fotos von bekleideten Personen nachträglich zu entkleiden. Das Gesetz, das am 1. August 2026 in Kraft tritt, sieht drastische Strafen vor: Bis zu 500.000 Dollar werden pro generiertem Bild fällig.
Dagegen wehrt sich nun Elon Musks KI-Firma xAI mit einer Klage. Das Unternehmen sieht in dem Gesetz einen Eingriff in die Meinungsfreiheit. Besonders stört man sich an der weiten Definition von "intimen Körperteilen", die auch Oberschenkel, männliche Brüste und Gesäße umfasst.
Laut heise online argumentiert xAI, dass eine Plattform mit Millionen Nutzern schnell Strafen von 50 Milliarden Dollar anhäufen könnte. Das Gesetz sei eine "juristische Falle", die auch harmlose Bilder kriminalisiere. Selbst humoristische Bilder von Politikern am Strand würden einen Verstoß auslösen.
Minnesotas Gouverneur Tim Walz reagierte auf die Klage mit einer deutlichen Ansage an Musk: "See you in court, creep" – etwa "Wir sehen uns vor Gericht, Widerling". Auch Generalstaatsanwalt Keith Ellison zeigte sich gelassen. Die Nutzung von KI zur Erstellung von Nacktbildern gegen den Willen der Betroffenen sei "erschreckend".
Kritiker werfen xAI vor, sich als Opfer zu inszenieren, obwohl das Unternehmen selbst die Werkzeuge für den Missbrauch programmiert habe. Die Firma beteuert zwar, jährlich Zehntausende Accounts zu sperren – das belege aber nur, wie unkontrollierbar das System in der Praxis sei.
Falls das Gericht keine einstweilige Verfügung gegen das Gesetz erlässt, hat xAI bereits Konsequenzen angekündigt.
Das Unternehmen droht damit, die Bildbearbeitungsfunktionen seines KI-Chatbots Grok für Nutzer in Minnesota noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes abzuschalten.