Vor zwei Jahren verließ Strahinja Pavlovic Red Bull Salzburg für 18,5 Millionen Euro in Richtung AC Milan. Am Donnerstag (18.45 Uhr) kehrt der serbische Innenverteidiger mit dem italienischen Traditionsklub in die Bullen-Arena zurück.
Und das nicht nur als Nebendarsteller – sondern als Anführer des Teams. Denn der 25-Jährige zählt mittlerweile zu den wichtigsten Spielern der Mailänder und hat seinen Marktwert auf rund 40 Millionen Euro gesteigert.
Dabei verlief der Start in Italien alles andere als reibungslos. Nach seinem Wechsel im Sommer 2024 musste sich Pavlovic zunächst Kritik an seinem taktischen Verhalten gefallen lassen. Inzwischen hat sich der ehemalige Salzburg-Legionär unter Trainer Ruben Amorim allerdings zum unumstrittenen Stammspieler entwickelt.
Besonders seine körperliche Präsenz, seine Schnelligkeit und sein kompromissloses Zweikampfverhalten machen den Serben zu einer wichtigen Stütze in der Defensive. In Italien wird regelmäßig sein "Beast-Potenzial" hervorgehoben.
Doch Pavlovic überzeugt nicht nur mit seinen Defensivqualitäten. Der Linksfuß schaltet sich immer wieder in die Offensive ein, treibt den Ball nach vorne und sorgt vor allem bei Standardsituationen für Gefahr.
Die "Gazzetta dello Sport" bezeichnete ihn deshalb bereits als "Stürmer im Verteidigerkörper". Sieben Tore und vier Vorlagen stehen mittlerweile in seinen 80 Einsätzen für Milan zu Buche.
Die starken Leistungen des ehemaligen Salzburgers sind auch anderen europäischen Vereinen nicht verborgen geblieben. Vor allem Klubs aus der englischen Premier League sollen Interesse am serbischen Nationalspieler zeigen.
Milan will seinen Abwehrchef deshalb langfristig binden. Sein aktueller Vertrag läuft noch bis 2028. Laut italienischen Medien soll dem 25-Jährigen eine Verlängerung mit einem Jahresgehalt von drei Millionen Euro angeboten worden sein. Wie wichtig Pavlovic für die Mannschaft ist, zeigt auch die laufende Saison. Der Innenverteidiger stand bislang in jeder Partie über die volle Spielzeit auf dem Platz.
Vor dem Europa-League-Duell lief es allerdings weder für Salzburg noch für Milan nach Wunsch. Die Bullen kamen in der Bundesliga gegen den GAK nicht über ein torloses Remis hinaus.
Auch Milan musste sich in der Serie A mit einem Unentschieden begnügen. Gegen Sassuolo reichte ein Treffer von Adrien Rabiot nicht zum Sieg. Cas Odenthal erzielte nur fünf Minuten nach der Führung den Ausgleich zum 1:1.
In der italienischen Meisterschaft liegen die Mailänder nach sechs Runden mit drei Siegen und drei Unentschieden auf dem fünften Tabellenplatz. International steht Milan bereits unter Druck. Während Salzburg zum Auftakt der Europa-League-Ligaphase mit 1:0 bei Levski Sofia gewann, kassierten die Italiener eine 0:2-Heimniederlage gegen Benfica Lissabon.