Energiewende im Mietshaus: In der deutschen Stadt Jena werden aktuell 150 Wohnungen in zwei Wohnblöcken mit Balkonkraftwerken ausgestattet. Jede Wohnung erhält zwei Solarmodule mit einer Leistung von 800 Watt.
Pro Anlage werden im Jahr rund 500 bis 600 Kilowattstunden Strom produziert. Dieser fließt direkt in die Wohnung und ersetzt einen Teil des Strombezugs vom Energieversorger.
Wie "Chip" unter Berufung auf die Ostthüringer Zeitung berichtet, gehört dieses Vorhaben zu den größten Balkon-Solarprojekten in ganz Thüringen. Hinter dem Projekt steht der kommunale Anbieter Jenawohnen.
Je nach individuellem Verbrauch können Mieter bis zu 200 Euro pro Jahr an Stromkosten einsparen. Die Anlagen sind ideal für den Alltag: Rechnerisch reicht die Jahresproduktion, um etwa 300 Stunden zu bügeln oder über 500 Waschladungen zu waschen.
Die Wohnblöcke am Salvador-Allende-Platz sind nach Südwesten ausgerichtet und haben kaum Verschattung – ideale Bedingungen für die Solarstrom-Erzeugung. Insgesamt kommen 300 PV-Module zum Einsatz.
Die Installation erfolgt im Rahmen einer umfassenden Gebäudemodernisierung. Dadurch lassen sich technische Anforderungen an Statik und elektrische Sicherheit direkt umsetzen. Jenawohnen prüft, ob ähnliche Lösungen an weiteren Standorten möglich sind.
Das Projekt leistet auch einen Beitrag zu den Klimazielen der Stadt. Jede selbst erzeugte Solar-Kilowattstunde ersetzt Strom aus dem öffentlichen Netz und damit fossile Energie.