In Korneuburg wird kräftig gebaggert: Die EVN erweitert das Naturwärmenetz um rund 480 Meter. Damit sollen künftig rund 250 weitere Wohnungen mit umweltfreundlicher Wärme versorgt werden. Auch für die geplante Entwicklung des ehemaligen Werftgeländes wird bereits vorgesorgt.
Besonders herausfordernd war dabei die Querung der Donauuferautobahn A22. Damit der Verkehr ungestört weiterrollen konnte, wurde eine 60 Meter lange unterirdische Bohrung durchgeführt. So konnten die Fernwärmeleitungen unter der Autobahn verlegt werden, ohne dass Autofahrer ausgebremst wurden.
Neben den Fernwärmeleitungen werden auch neue Stromkabel verlegt. Gleichzeitig schafft die EVN mit dem Ausbau zusätzliche Kapazitäten, damit künftig auch das Areal der ehemaligen Werft Korneuburg an das Wärmenetz angeschlossen werden kann.
Bürgermeister Christian Gepp begrüßt die Investition: "Der kontinuierliche Ausbau unserer Fernwärmeinfrastruktur ist ein wesentlicher Baustein für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung." Besonders wichtig sei, dass bereits jetzt an die Zukunft gedacht werde. Die eingeplante Leistungsreserve für das Werftareal zeige, dass langfristig und vorausschauend geplant werde.
Die Energie für das Korneuburger Fernwärmenetz stammt aus dem örtlichen Biomasseheizwerk. In den Sommermonaten liefert zusätzlich eine neue Donauwärmepumpe Energie. Sie nutzt die Umweltwärme aus dem Fluss, um das Fernwärmenetz zu versorgen.
"Jede neu errichtete Fernwärmeleitung ermöglicht es weiteren Kunden, auf eine verlässliche und heimische Wärmeversorgung umzusteigen", erklärt EVN-Wärme-Geschäftsführer Alfred Freunschlag. Damit werde auch die Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland reduziert.
Die Bauarbeiten sollen bis Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Für Korneuburg bedeutet der aktuelle Ausbau nicht nur mehr erneuerbare Wärme für bestehende Wohnungen. Auch das ehemalige Werftgelände ist damit für einen künftigen Anschluss vorbereitet.