Nachdem in mehreren Ländern krebserregende Fasern in Bastelsand nachgewiesen wurden, wollte es Öko-Test genau wissen und hat 18 in Deutschland erhältliche Knetsandprodukte auf Asbest getestet. Ergebnis: Laut den Verbraucherschützern steckt in den meisten Testprodukten KEIN Asbest – mit einer Ausnahme.
Im online erhältlichen Mushimallow Stretch Sand, 4er Set, wies das beauftragte Labor einen Asbestgehalt von mehr als 0,1 Massenprozent nach – ein Wert, mit dem laut Öko Test Bauabfälle bereits als Gefahrstoff gelten. Betroffen waren alle Farbtöne des Sets.
Der Anbieter Eduplay teilte den Verbraucherschützern mit, den Verkauf gestoppt und die Kunden informiert zu haben. Zum Zeitpunkt der Testveröffentlichung war der Sand laut Öko-Test allerdings noch immer verfügbar.
Wie die meisten anderen betroffenen Produkte stammt auch der belastete Knetsand aus China. Als wahrscheinliche Asbestquelle gelten die Rohstoffe, aus denen der Sand gewonnen wird. Asbest kommt natürlich in Gestein vor, die gefährlichen Fasern werden unbemerkt mitverarbeitet und landen so im Endprodukt.
Der Stoff gilt besonders beim Einatmen als gesundheitsschädlich und wird für die Entstehung zahlreicher Krebsarten verantwortlich gemacht. In der Europäischen Union ist er als karzinogener Gefahrstoff der strengsten Kategorie 1A eingestuft. In Spielzeug und Bedarfsgegenständen ist er verboten.
Öko-Test empfiehlt, betroffene Produkte zu entsorgen und den Raum, in dem der Sand bespielt wurde, gründlich zu reinigen. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten außerdem weiterhin auf offizielle Rückrufe achten.