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Schock-Test! KEIN einziger Kinderhelm ist wirklich gut

In einem aktuellen ÖAMTC-Test schneiden alle 18 geprüften Kinderhelme mittelmäßig bis schlecht ab. Selbst teure Modelle patzen bei der Sicherheit.
Team Wirtschaft
25.03.2026, 12:08
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Kinder-Fahrradhelme schützen – aber oft nur durchschnittlich. Das zeigt ein aktueller Test des ÖAMTC und seiner Partner: Von 18 geprüften Modellen erhielten 16 die Note "befriedigend", zwei kamen nur auf "genügend".

Kein Durchfaller – aber überall Probleme

Durchgefallen ist zwar kein einziger Helm. Trotzdem gibt es laut ÖAMTC bei jedem Modell zumindest in einem Bereich Verbesserungsbedarf. "Einerseits ist es natürlich erfreulich, dass diesmal kein Helm durchgefallen ist. Andererseits zeigt unser Test, dass es bei jedem Modell in mindestens einem Bereich noch Luft nach oben gibt", sagt Experte Dominik Darnhofer.

Gefahr im Dunkeln: Sichtbarkeit oft mangelhaft

Besonders häufig fiel im Test eine Schwäche auf, die im Alltag entscheidend sein kann: die Sichtbarkeit im Dunkeln. Bei mehreren Helmen wurde hier ein Mangel festgestellt – ein Problem, das sich laut ÖAMTC ohne großen Aufwand beheben ließe.

Testsieger kostet nur 15 Euro

Tatsächlich für Aufsehen sorgt der Testsieger. Das beste Modell kommt von Lidl/Crivit und kostet gerade einmal 15 Euro. Laut ÖAMTC verfügt dieser Helm über leistungsfähige Reflexionsstreifen und sogar ein integriertes Rücklicht.

"Man sieht also, dass sicherheitsrelevante Merkmale keine Preisfrage sind", so Darnhofer. Gleichzeitig blieb auch der Sieger nicht ohne Kritik: Schwächen bei Handhabung und Tragekomfort drücken die Bewertung ebenfalls auf "befriedigend".

100-Euro-Modell nur Mittelmaß

Ein Blick auf die teuersten Modelle zeigt ein anderes Problem. Der rund 100 Euro teure Helm von POC gehört gemeinsam mit den Modellen von Puky und Fischer zu den schwächsten bei der Stoßdämpfung. "Ein hoher Kaufpreis garantiert also keinen besseren Schutz vor Kopfverletzungen", so Darnhofer.

Schlusslichter mit heftigen Mängeln

Am Ende der Wertung landen zwei Helme mit "genügend": Abus YouDrop und Melon Urban-Active. Beim Modell von Abus wurde vor allem eine schwache Stoßdämpfung im Schläfenbereich festgestellt, außerdem können sich Teile des Gurtsystems lösen.

"Besonders die Stoßdämpfung im Schläfenbereich fällt bei ersterem schwach aus und zeigt deutlichen Verbesserungsbedarf", so der Experte. Beim Helm von Melon muss der Gurt während der Fahrt regelmäßig nachgestellt werden. Auch Schwächen bei Sichtbarkeit und Tragekomfort trugen zu den schlechten Bewertungen bei.

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Basierend auf Daten von e-control, ohne Gewähr für die Richtigkeit.

Kaum Fortschritte bei der Sicherheit

Der Test zeigt laut ÖAMTC außerdem wenig Fortschritt bei Herstellern. Weder bei der Stoßdämpfung noch bei der Ausstattung habe es im Vergleich zu früheren Untersuchungen viel Entwicklung gegeben. Positiv: Probleme mit Schadstoffen wurden diesmal nicht festgestellt.

Dennoch besser als gar kein Helm

Trotz der durchwachsenen Ergebnisse bleibt ein Punkt zentral. Jeder getestete Helm reduziert laut ÖAMTC das Risiko von Kopfverletzungen deutlich. "Dafür muss der Helm aber freilich auch getragen werden", so Darnhofer. Kinder sollten deshalb beim Kauf unbedingt mitentscheiden, damit der Helm passt und gerne getragen wird.

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