Ernährungs-Tricks und Fehler

Fit wie Olympioniken – das kannst du dir abschauen

3.400 Mahlzeiten täglich, maßgeschneiderte Menüs und striktes Timing: So essen die Athleten bei den Winterspielen 2026. Was wir uns abschauen können.
Heute Life
17.02.2026, 12:36
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Wenn sich jetzt die weltbesten Athleten bei den Olympischen Winterspielen in Norditalien messen, dreht sich nicht alles nur um Medaillen. Auch im Speisesaal wird Disziplin erwartet. Zwischen Pasta und Pizza halten die Sportler ihre Ernährungspläne minutiös ein – denn was und wann sie essen, ist genauso entscheidend wie das Training auf Eis und Schnee.

Im Olympischen Dorf in Mailand läuft die Verpflegung auf Hochtouren: Rund 3.400 Mahlzeiten werden täglich an sechs Stationen ausgegeben. Etwa 3.000 Eier und 450 Kilogramm Nudeln landen jeden Tag auf den Tellern. Die Menüs sind auf unterschiedliche Ernährungsbedürfnisse, Allergien und kulturelle Vorlieben abgestimmt. Denn Ernährung ist für Spitzensportler kein Nebenthema, sondern Teil des Trainings.

Ernährung ist Teil des Trainings

"Die richtige Ernährung unterstützt das körperliche Training und fördert Höchstleistungen", sagt Kristen Gravani, Ernährungsberaterin für Leistungssport an der Stanford University, die bereits mit Olympioniken gearbeitet hat, gegenüber CNN.

Viele Athleten verbrauchen deutlich mehr Energie als der Durchschnittsmensch. Der US-Schwimmer Michael Phelps sprach während seiner aktiven Zeit von bis zu 10.000 Kalorien täglich. Sprinter Yohan Blake schwor auf 16 Bananen am Tag. Doch es geht nicht nur um extreme Kalorienmengen – sondern um Strategie.

Der häufigste Fehler: Nüchtern trainieren

"Eines der wichtigsten Dinge, die ein Sportler morgens tun kann, ist, vor dem Training etwas zu essen", sagt Dan Benardot, Ernährungswissenschaftler an der Emory University und früherer Berater des Team USA. Schon ein kleiner Snack reiche, um den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht zu halten. Die Rückmeldung der Athleten sei eindeutig gewesen: bessere Leistung, besseres Körpergefühl.

Was wir uns abschauen können

Auch für Freizeitsportler gilt: Ein kleiner Snack vor dem Training kann einen großen Unterschied machen. Gravani empfiehlt leicht verdauliche, ballaststoffarme Lebensmittel wie Obst oder Cracker. Wer etwas mehr Zeit hat, kann Protein oder Fett ergänzen – etwa eine Banane mit Erdnussbutter.
Eine praktische Idee: Bananenscheiben in eine Form legen, jeweils mit einem Klecks Erdnussbutter versehen und einfrieren. So entstehen kleine gefrorene "Energie-Pralinen" für vor oder nach dem Training.

Timing ist alles

Für Olympioniken entscheidet nicht nur die Zusammensetzung der Mahlzeit über Erfolg oder Misserfolg – sondern auch der Zeitpunkt. Die richtige Nährstoffzufuhr beeinflusst, wie gut trainiert, regeneriert und letztlich performt werden kann.
Die gute Nachricht: Man muss kein Spitzensportler sein, um davon zu profitieren. Wer regelmäßig trainiert, ausreichend trinkt und seinem Körper vor Belastung die nötige Energie gibt, kann seine Leistungsfähigkeit spürbar steigern – ganz ohne 10.000 Kalorien am Tag.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 17.02.2026, 12:41, 17.02.2026, 12:36
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