Unter Trümmern verschüttet

Flüssiger Beton begräbt Arbeiter – vier Tote in Wien

Nach dem tödlichen Baustellenunglück in Wien-Alsergrund werden immer mehr Details bekannt: Flüssiger Beton soll die Arbeiter begraben haben.
André Wilding
18.03.2026, 10:45
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In der Porzellangasse war es am Dienstagnachmittag bei Betonierungsarbeiten zur Katastrophe gekommen. Teile eines Gerüsts sowie einer Verschalung stürzten plötzlich ein und rissen mehrere Bauarbeiter mit sich. Sie wurden unter Trümmern und Beton verschüttet. Für vier von ihnen kam jede Hilfe zu spät, ein weiterer Arbeiter wurde schwer verletzt und wird weiterhin in einem Wiener Spital behandelt.

Alarmstufe 2

Die Feuerwehr stand vor einer besonders schwierigen Rettungsaktion. Der Einsatzort in einem engen Innenhof erschwerte den Zugang erheblich, weshalb rasch zusätzliche Kräfte angefordert und die Alarmstufe auf 2 erhöht wurde. Auch Spezialteams wie die Schallortungsgruppe und die Rettungshundestaffel des Katastrophenhilfsdienstes Wien wurden hinzugezogen.

Um überhaupt zu den Verschütteten vorzudringen, mussten Einsatzkräfte zunächst Zugänge schaffen. Zäune und Türen wurden entfernt, während gleichzeitig Trümmerteile, Gerüst- und Schalungselemente sowie Eisenarmierungen beseitigt wurden. Unterstützt wurden die Arbeiten durch Seilwinden und einen Turmdrehkran. Besonders aufwendig gestaltete sich das Entfernen des noch flüssigen Betons, das nur mühsam per Hand möglich war.

Jede Hilfe kam zu spät

Schritt für Schritt konnten zunächst zwei Arbeiter geborgen werden – doch auch hier konnte nur noch ihr Tod festgestellt werden. Für die weiteren Opfer mussten zusätzlich verkeilte Trümmer gelöst werden, ehe der bereits erhärtende Beton abgetragen werden konnte. Rund zweieinhalb Stunden nach Einsatzbeginn wurden schließlich auch die letzten beiden Vermissten tot geborgen.

Im Video: Baustellen-Katastrophe in Wien – Augenzeugen schockiert

Da anfangs unklar war, wie viele Personen sich auf der Baustelle befanden, suchten Einsatzkräfte parallel weiter nach möglichen Verschütteten. Rettungshunde durchkämmten das Gelände, auch nach Abschluss der Bergung wurde der Bereich nochmals genau kontrolliert.

Porzellangasse gesperrt

Während des Großeinsatzes blieb die Porzellangasse weiträumig gesperrt. Die Ermittlungen zur Ursache des Unglücks laufen auf Hochtouren und werden vom Landeskriminalamt Wien geführt.

Nach rund drei Stunden konnte der Einsatz beendet werden. Insgesamt standen etwa 30 Fahrzeuge sowie rund 120 Kräfte der Berufsfeuerwehr Wien und des Katastrophenhilfsdienstes Wien im Einsatz.

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