Streit um Grenzkontrollen

FPÖ: "Lassen uns von EU-Bürokraten nichts vorschreiben"

EU-Migrationskommissar Magnus Brunner will, dass Österreich seine Grenzkontrollen im Schengenraum aufhebt. Die FPÖ kritisiert den Ex-Minister scharf.
Heute Politik
17.07.2026, 09:43
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EU-Kommissar Brunner hat Österreich aufgefordert, die Grenzkontrollen im Schengenraum zu beenden. Die EU-Außengrenzen seien durch den Pakt für Migration und Asyl nunmehr besser geschützt, weil die Verfahren an den Außengrenzen stattfinden – "Heute" berichtete.

Brunner will Schengen-Verkehr stärken

Im ZIB2-Interview am Donnerstag legte Brunner nach. Zwar hätten EU-Mitgliedstaaten das Recht, Grenzkontrollen für einen begrenzten Zeitraum einzuführen. Angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate müsse nun aber der freie Schengen-Verkehr in den Mittelpunkt rücken.

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Der Kommissar verwies auf die sinkenden Zahlen bei der irregulären Migration. "Wir haben in den ersten sechs Monaten 2026 einen Rückgang der illegalen Migration von 37 Prozent gesehen, in den letzten zwei Jahren von 55 Prozent. Also, es geht in die richtige Richtung", so Brunner.

FPÖ attackiert Brunner

FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann bezeichnete Brunners Vorstoß als "unverantwortlich und brandgefährlich". Brunner lebe "in einer Brüsseler Parallelwelt", während Polizei und Bevölkerung mit den Folgen der Migration konfrontiert seien. Die Abschaffung der Kontrollen wäre laut Darmann ein "Verrat an der Sicherheit der Österreicher" und ein "Kniefall vor der Schlepper-Mafia".

Auch den EU-Asyl- und Migrationspakt wies der Freiheitliche entschieden zurück. Dieser sei "das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt wurde" und werde illegale Migration nicht stoppen. Die EU habe es laut Darmann verabsäumt, die Außengrenzen wirksam zu sichern, und wolle den Mitgliedstaaten nun auch die Möglichkeit nehmen, ihre eigenen Grenzen zu schützen.

"Lassen uns nichts vorschreiben"

Der Freiheitliche betonte, dass der Grenzschutz die alleinige und souveräne Entscheidung der EU-Mitgliedsländer sei. Er plädierte für das Konzept einer "Festung Österreich", die das Land "vor den katastrophalen Folgen einer neuen Völkerwanderung zu bewahren". Darmann richtete deutliche Worte an den Migrationskommissar: "Wir lassen uns von weltfremden EU-Bürokraten sicher nicht vorschreiben, unsere Sicherheit aufs Spiel zu setzen."

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