Der Polit-Zwist um das Wort "Remigration" geht in die nächste Runde. FPÖ-Chef Herbert Kickl hatte den Begriff unlängst im Parlament verwendet und dafür einen Ordnungsruf erhalten. "Wir werden uns auch in Zukunft von den selbsternannten 'Sprachpolizisten' nicht das freie Wort verbieten lassen. Und wir wollen zeigen, dass 'Remigration' etwas Positives ist", erklärte der FP-Obmann im Gespräch mit "Heute".
Um die SPÖ weiter zu provozieren, hat FPÖ-TV einen "Remigrationssong" auf YouTube veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: "Die 'Airbert One' hebt ab, die Problemfälle sind dabei." Das Zögern und Zaudern der ÖVP beim Thema Remigration sei nicht mehr länger hinzunehmen.
Kickl weiter: "Es geht nicht von einem auf den anderen Tag, um die 'Remigration' illegaler und straffällig gewordener Völkerwanderer zu erreichen – aber es muss umgehend damit begonnen werden.
SPÖ-Bundesgeschäftsführer Klaus Seltenheim hat in einer ersten Reaktion scharfe Kritik an der FPÖ geübt: "Kickl fantasiert von Massenabschiebungen. Das ist brandgefährlich und lässt alle Alarmglocken schrillen. In den USA würden sich "Hunderttausende Bedienstete" aus Gesundheits- und Pflegebereich vor der Abschiebung fürchten. "Das darf bei uns nicht Schule machen", forderte der SPÖ-Mann.
FPÖ-Sicherheitssprecher Gernot Darmann konterte scharf: "Das ist ein weiteres erschreckendes Beispiel dafür, wie weit sich die SPÖ mittlerweile von der Lebensrealität der Österreicher entfernt hat. SPÖ-Seltenheim verteidigt illegale Migration!" Wer die Abschiebung von illegal aufhältigen Personen und straffälligen Asylwerbern als "Massenabschiebung" bezeichne, offenbare "seinen eigenen Realitätsverlust" , so Darmann.
Der blaue Sicherheitssprecher weiter: "Die SPÖ versucht einmal mehr, die Bevölkerung für dumm zu verkaufen. Niemand spricht von Menschen, die rechtmäßig in Österreich leben und arbeiten. Es geht um jene Personen, die kein Aufenthaltsrecht haben, unsere Gesetze missachten oder den Sozialstaat ausnutzen."