Wilder Streit um Abschiebungen

"KI-Müll" – ÖVP und FPÖ fetzen sich wegen "Airbert One"

FPÖ-Chef Kickl will straffällige Asylwerber mit der "Airbert One" abschieben. ÖVP-General Marchetti spottet: "Wo war sie, als er Innenminister war?"
Heute Politik
15.06.2026, 15:54
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Die FPÖ geht in die (Re-)Migrationsoffensive. Nachdem Parteiobmann Herbert Kickl den Begriff "Remigration" im Parlament verwendet und dafür einen Ordnungsruf erhalten hatte, gehen die Freiheitlichen einen Schritt weiter. Auf YouTube ist nämlich ein "Remigrationssong" erschienen.

"Airbert One hebt ab, Problemfälle sind dabei"

Veröffentlicht wurde das dreiminütige Lied auf dem Kanal von FPÖ-TV. Darin heißt es unter anderem: "Die 'Airbert One' hebt ab, die Problemfälle sind dabei. Remigration. Österreich ist frei." Das Zögern und Zaudern der ÖVP beim Thema Remigration sei nicht mehr länger hinzunehmen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Der FPÖ-Chef sagte zu "Heute": "Es geht nicht von einem auf den anderen Tag, um die 'Remigration' illegaler und straffällig gewordener Völkerwanderer zu erreichen – aber es muss umgehend damit begonnen werden.

ÖVP-Marchetti: "KI-Propaganda"

Für scharfe Kritik sorgt der FPÖ-Song bei der ÖVP. Generalsekretär Nico Marchetti bezeichnete das Video als "KI-Slop-Propaganda" und fragte provokant: "Wo war die Airbert One, als Herbert Kickl Innenminister war?" Während die FPÖ das Internet mit KI-generierten Liedern "zumülle", sorge Innenminister Gerhard Karner für eine konsequente Asylpolitik, so Marchetti. Die Volkspartei verweist dabei auf höhere Abschiebezahlen unter Karner als unter Kickl und betont, dass Österreichs Asylpolitik auch ohne die FPÖ verschärft worden sei.

Besonders scharf kritisierte Marchetti die Verwendung des Begriffs "Remigration", den er als rechtsextremen Kampfbegriff der Identitären bezeichnete. Die FPÖ reiße damit "die letzten Mauern zwischen der Partei und rechtsextremen Randgruppen nieder", so der ÖVP-Generalsekretär.

FPÖ-Konter: "Fake News"

Die Freiheitlichen weisen die Vorwürfe entschieden zurück. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz und Nationalratsabgeordneter Harald Schuh werfen der ÖVP ihrerseits "Fake News" vor. Marchetti stelle freiwillige Ausreisen fälschlicherweise als Abschiebungen dar, argumentiert die FPÖ. Tatsächlich seien im Jahr 2024 mehr als die Hälfte der von der ÖVP genannten Ausreisen freiwillig erfolgt. Unter Kickl habe es hingegen einen höheren Anteil tatsächlicher Abschiebungen gegeben.

Zudem verweist die FPÖ auf deutlich niedrigere Asylantragszahlen während Kickls Amtszeit als Innenminister. Während 2018 und 2019 jeweils rund 13.000 Asylanträge registriert worden seien, habe die ÖVP seit 2021 insgesamt rund 260.000 Asylanträge zu verantworten. Auch bei Abschiebungen nach Afghanistan sieht sich die FPÖ im Vorteil: Laut den Freiheitlichen seien unter Kickl in den Jahren 2018 und 2019 insgesamt 455 Afghanen abgeschoben worden, während es unter Karner zwischen 2020 und 2025 lediglich 202 gewesen seien.

{title && {title} } pol, {title && {title} } 15.06.2026, 15:54
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