10,5 Jahre Haft

Frau am Beifahrersitz getötet – mit Leiche rumgefahren

Im April entdeckte die Polizei eine leblose Frau am Beifahrersitz eines Autos. Der 49-jährige Partner wurde nun wegen Totschlags verurteilt.
Newsdesk Heute
19.11.2025, 16:36
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Ein Berliner Schwurgericht hat am Mittwoch ein Urteil in einem erschütternden Fall gesprochen. Ein 49-jähriger Mann muss für zehneinhalb Jahre in Haft, weil er seine Partnerin auf dem Beifahrersitz seines Autos getötet hat.

Die Tat ereignete sich am 10. April 2025. Nach Überzeugung des Gerichts würgte der Angeklagte die Frau, mit der er zuvor Alkohol konsumiert hatte, mit einem Spanngurt auf dem Beifahrersitz. Anschließend fuhr er noch längere Zeit durch Berlin, bis seine auffällige Fahrweise eine Polizeistreife aufmerksam machte.

Leblose Frau bei Kontrolle entdeckt

Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten die leblose Frau. Sie leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten einen Rettungswagen – jedoch vergeblich: Das Opfer starb kurz darauf. Ein Gutachter stellte fest, dass der Angeklagte während der Tat vermutlich fast vier Promille Alkohol im Blut hatte.

In Entzugsklinik kennengelernt

Richter Bernd Miczajka schilderte in der Urteilsbegründung den Hintergrund der Beziehung. Der Mann und die Frau hatten sich in einer Entzugsklinik für Alkoholsüchtige kennengelernt. Zunächst hätten sie "mehrere Jahre in einer glücklichen Beziehung in Polen" gelebt, bevor sie gemeinsam nach Deutschland kamen. Dort arbeitete der Angeklagte als Handwerker, das Opfer – eine ehemalige Lehrerin – in einer Kindertagesstätte.

Mit der Zeit sei der Alkoholkonsum allerdings stark gestiegen, was zu immer häufigeren Konflikten geführt habe. Nach einer Trennung absolvierte die Frau in Polen erneut einen Entzug und kehrte Anfang 2025 lediglich nach Berlin zurück, um ihre Wohnung aufzulösen.

Bei dieser Gelegenheit traf das Paar wieder aufeinander und beschloss, die "konfliktbelastete und von übermäßigem Alkoholkonsum geprägte Partnerschaft" erneut fortzuführen. Diese Versöhnung hielt jedoch nur wenige Monate – bis zur tödlichen Eskalation im April.

Der Mann wurde wegen Totschlags verurteilt. Eine Wiederaufnahme der Beziehung oder offene Konflikte galten laut Gericht als mögliche Auslöser, doch ausschlaggebend sei das massive Alkoholproblem des Angeklagten gewesen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 19.11.2025, 16:41, 19.11.2025, 16:36
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