Nach dem brutalen Verbrechen an einer 28-jährigen Sekretärin in Kottingbrunn (Baden) kommen immer neue Details ans Licht. Die junge Frau wurde am 14. Mai 2026 mit drei Kopfschüssen getötet. Einen Tag später fanden ihre Eltern die Leiche ihrer einzigen Tochter in deren Wohnung. Doch damit war der Albtraum für die Familie offenbar noch nicht vorbei.
Wie die "Krone" berichtet, sollen die mutmaßlichen Täter auch in die Wohnung der Eltern eingebrochen sein. Besonders erschütternd: Dabei dürfte der Zweitschlüssel der getöteten Tochter verwendet worden sein.
Die Eltern befanden sich zum Zeitpunkt des Einbruchs auf Urlaub. Laut "Krone" verschwanden aus ihrer Wohnung Bargeld in unterschiedlichen Währungen, teure Uhren und Schmuck. Auch mit der Kreditkarte der Getöteten sollen 100 Euro behoben worden sein. Das Geld dürfte anschließend für einen Thermenaufenthalt der Verdächtigen verwendet worden sein. Die Ermittler vermuten mittlerweile, dass hinter der Tat ein länger geplanter Raubüberfall steckte.
Wie "Heute" bereits berichtete, hatte der 27-jährige Steirer Christian F. die junge Frau über soziale Medien kennengelernt. Er gab sich als erfolgreicher Bauunternehmer aus und präsentierte im Internet ein Luxusleben mit teuren Sportwagen.
Gewalt an Frauen: Hier finden Sie Hilfe
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Tatsächlich waren die Bilder teilweise mit künstlicher Intelligenz erstellt worden. Der Mann war hoch verschuldet und wegen betrügerischer Krida vorbestraft. Sechs Tage nach der Bluttat wurde er festgenommen.
Besonders brisant: Laut "Krone" sollen Christian F. und sein mutmaßlicher Komplize Elvis V. (32) bereits Wochen vor dem Verbrechen mit einer Kleinkaliberpistole Schießübungen durchgeführt haben.
Am Tattag sollen beide mit einem Mietauto nach Kottingbrunn gefahren sein. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Frau mit einer Waffe bedroht wurde, um die Verstecke ihres Geldes und ihrer Wertgegenstände preiszugeben. Wenig später war die 28-Jährige tot.
Die beiden Männer liefern unterschiedliche Versionen der Tat. Christian F. behauptet etwa in einem Brief an seine Anwältin Astrid Wagner, er habe zwei Schüsse abgegeben. Den dritten, tödlichen Schuss soll sein Komplize abgefeuert haben. Elvis V. wiederum behauptet, er sei von seinem Freund bedroht worden und habe während der Tat im Auto gewartet. Der Deutsche wurde nach seiner Festnahme in Deutschland nach Österreich ausgeliefert.
Die Ermittler vermuten, dass beide den Raub gemeinsam geplant haben. Auch eine bereits zuvor bestehende Mordabsicht steht im Raum. Beide Männer sollen wegen Mordes angeklagt werden. Für sie gilt die Unschuldsvermutung.