Ausgerechnet jene Frau, die ihr im Alltag helfen sollte, soll eine schwerkranke Wienerin (66) betäubt und ausgeraubt haben. Wie die "Krone" berichtete, leidet das Opfer – eine 66-Jährige aus Wien-Stammersdorf – an MS, sitzt im Rollstuhl und benötigt Hilfe im Alltag. Auf einer Online-Plattform hatte sie im September 2024 die 50-jährige Griechin kennengelernt und schließlich als persönliche Betreuerin engagierte.
Was sie nicht wusste: Die neue Helferin war wegen Raubes bereits vorbestraft und verbüßte den Rest ihrer Strafe mit der Fußfessel. Die neue Freiheit nutzte sie offenbar nun dazu, sich ein neues Opfer zurechtzulegen. Mehr als ein Jahr lang schien alles gut zu laufen, die Frauen freundeten sich sogar an.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
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Doch ab November 2025 soll die "Pflegerin" der kranken Klientin immer wieder heimlich Medikamente ins Essen gemischt haben, das benommen und schläfrig macht. Rund um Weihnachten 2025 eskalierte alles. Zuerst wurden vom Handy des Opfers Absagen zu diversen Weihnachtsfeierlichkeiten abgeschickt, an die sie sich partout nicht erinnern kann.
Am 26. Dezember wurde die Rollstuhlfahrerin in erbärmlichem Zustand, völlig desorientiert und durstig von einer Freundin gefunden. Offenbar hatte eine Überdosis Dronabinol verabreicht bekommen, ihre Bankomat- und Kreditkarten verschwanden. Nicht nur die Verdächtige, sondern auch deren Tochter (29) und ihr der erst 18-jährige Sohn sollen fleißig abgehoben haben – über 5.000 Euro kamen vom Konto abhanden. Erst als die 66-Jährige schließlich ihre Finanzen kontrollierte, flog die Sache auf.
Dann ging es Schlag auf Schlag: Mitte Februar klickten die für Mandantin von Top-Verteidiger Marcus Januschke die Handschellen. Vor Kurzem gestand die diebische Griechin am Wiener Landl das Quälen einer Wehrlosen, die Körperverletzung und gewerbsmäßigen Diebstahl und Betrug – fasste (milde) drei Jahre Haft aus. Dass die Fußfessel ein zweites Mal nicht mehr infrage kommt, ist für das schwer gezeichnete Opfer wohl nur ein schwacher Trost