Ludwig sei "Strippenzieher"

Riesen-Aufreger: FPÖ nennt Babler "patscherten Dodl"

Die Wiener FPÖ startet ihre Frühjahrskampagne. Parteichef Dominik Nepp erklärt Bürgermeister Michael Ludwig darin zum "Strippenzieher".
Wien Heute
05.03.2026, 14:06
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Mit einer neuen Kampagne geht die Wiener FPÖ in die politische Offensive. Beim Kick-off zur Aktion mit dem Titel "Strippenzieher" präsentierten FPÖ-Wien-Landesparteiobmann Dominik Nepp sowie Landesparteisekretär Lukas Brucker ihre Kritik am Kurs der SPÖ – und nannten dabei klar einen Verantwortlichen.

"Ludwig bestimmt die Richtung"

Für Nepp steht fest, wer innerhalb der Sozialdemokratie tatsächlich die Richtung vorgibt. "Der eigentliche politische Taktgeber der SPÖ sitzt nicht im Vizekanzleramt, sondern im Wiener Rathaus. Bürgermeister Michael Ludwig bestimmt die Richtung – Andreas Babler setzt sie um", meint der Wiener FPÖ-Chef.

Nach Ansicht der Freiheitlichen habe Ludwig maßgeblich dazu beigetragen, dass Babler an die Spitze der Bundes-SPÖ gelangte. Der Wiener Bürgermeister gebe auch bei zentralen politischen Themen die Linie vor.

"Patscherter Dodl"

"Das heißt, die Machtverhältnisse sind eigentlich klar", ließ Nepp aufhorchen. Ludwig sei der Strippenzieher des "politisch willfährigen und patscherten Dodls Andreas Babler". Gezeigt werden die beiden roten Top-Politiker in Sujets und Clips, die mittels Künstlicher Intelligenz erstellt wurden

Mindestsicherung als Reizthema

Ein Reizthema bleibt für Nepp die Mindestsicherung. Wien sei weiterhin ein Anziehungspunkt für Sozialmigration. "Während arbeitende Österreicher immer stärker belastet werden, fließt in Wien weiterhin rund eine Milliarde Euro Mindestsicherung an Personen ohne österreichische Staatsbürgerschaft", so der FP-Wien-Chef.

FPÖ-Landesparteisekretär Lukas Brucker und FP-Wien-Chef Dominik Nepp.
Sabine Hertel

Energiepreise und Gebühren

Auch bei den Themen Wohnen, Energiepreise und Gebühren sieht die FPÖ die Verantwortung bei der rot-pinken Stadtregierung. Steigende Mieten in Gemeindebauten und höhere Betriebskosten würden laut Nepp immer mehr Wiener finanziell unter Druck setzen. Die von Babler angekündigte Mietpreisbremse komme für viele Wiener zu spät.

"Energiepreisschmäh"

Ähnlich argumentiert man beim Thema Energie. Nepp spricht von einem "Energiepreisbremsschmäh", der bei den Wienern nicht ankomme. "Die Fernwärmepreise sind in Wien massiv gestiegen, die Gewinne der Wien Energie werden jedoch nicht an die Bürger zurückgegeben. Damit be- statt entlastet Ludwig die Wiener immer weiter."

Höhere Öffi-Preise

Besonders stark würden Pensionisten unter dieser Entwicklung leiden. Laut Nepp sorgen höhere Sozialversicherungsbeiträge und steigende Rezeptgebühren dafür, dass trotz Anpassungen real weniger Netto-Pension übrig bleibt. Zusätzlich habe Wien günstige Einzelfahrscheine für Pensionisten gestrichen und die Jahreskarte verteuert.

"Strippenzieher"-Kampagne

Mit der Kampagne "Strippenzieher" will die FPÖ diese Kritik nun breit streuen. Neben der Website www.strippenzieher.at setzt die Partei auf eine umfangreiche Online-Offensive und Aktionen in ganz Wien. Tausende Flugblätter sollen verteilt werden, außerdem sind ab kommender Woche Aktionstage in allen Bezirken geplant.

"25 Prozent für FPÖ in Wien"

FPÖ-Landesparteisekretär Lukas Brucker verweist dabei auch auf aktuelle Umfragen. "Die aktuellen Umfragen mit 25 Prozent für die FPÖ in Wien zeigen deutlich, dass immer mehr Wienerinnen und Wiener einen politischen Kurswechsel wollen. Dieser kommt nicht von selbst – er braucht Druck und eine starke freiheitliche Kraft in dieser Stadt", meint Brucker.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 05.03.2026, 14:15, 05.03.2026, 14:06
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