Flexen auf Niveau

Fünf Dinge: So shoppen wirklich Super-Reiche Mode

Champagner im Glas. Designer-Tasche am Beifahrersitz des Supercars und Dubai im Feed. Doch nicht jeder, der seinen Reichtum "flext", ist es auch.
Maria Ratzinger
17.02.2026, 09:41
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Man sieht es ihnen nicht immer an. Kein grelles Logo, kein Protz-Auto, kein Instagram-Flex. Und trotzdem besitzen sie Immobilien, Beteiligungen und finanzielle Freiheit. Während Social Media schnellen Luxus feiert, gibt es eine andere Welt mit Menschen, die ihr Geld lieber am Bankkonto als im Kleiderschrank und in der Garage haben. Sie nennt man Old Money, also "altreich". Und ihr Modestil wird von vielen kopiert.

Wirklich massentauglich wurde dieser Look jedoch erst durch die US-Serie "Succession". Die Milliardärsfamilie Roy zeigte Reichtum ohne sichtbare Logos. Beispielsweise waren etwa die Kaschmirpullover auch für die Serienausstatter kein Schnäppchen. Darin erschienen Modelle von Labels wie Loro Piana und Brunello Cucinelli. Ein schlichter Kaschmir-Rundhalspullover dieser Marken kostet im Handel zwischen 1.000 und 2.500 Euro.

Milliardenschwer: Die Familie Roy aus dem Streaming-Hit "Succession" verkörperte den Stil "Old Money" und machte "Quiet Luxury" zum Modetrend.
imago images

1. Qualität statt It-Piece

Old Money kauft keine Trends. Statt der Tasche, die gerade überall zu sehen ist, entscheidet man sich für Modelle, die seit Jahrzehnten Status haben. Klassische Schnitte, hochwertige Materialien, zeitlose Farben. Es geht nicht darum, aufzufallen, sondern lange Freude an einem Stück zu haben. Ein Mantel soll zehn Jahre halten, nicht nur eine Saison.

Altreiche haben den Begriff "Investment-Piece" schon, bevor es zum Trendwort wurde, begriffen und angewandt. Ein solches zu erkennen, gehört zur guten Kinderstube.

2. Understatement statt Logos

Große Monogramme oder plakative Schriftzüge spielen eine untergeordnete Rolle. Wer aus einer vermögenden Familie stammt, muss seine Zugehörigkeit nicht demonstrieren. Der Code ist: perfekte Verarbeitung, edle Stoffe, exzellente Passform. Kenner erkennen Qualität auch ohne sichtbares Logo.

3. Schmuck mit Geschichte

Beim Schmuck wird das noch deutlicher. Statt jedes Jahr neue Trend-Ohrringe zu kaufen, investiert Old Money in Stücke mit bleibendem Wert. Erbstücke, Vintage, Maßanfertigungen, wie beispielsweise von den Wiener Hoflieferanten A.E. Koechert oder Rozet & Fischmeister. Schmuck ist kein modischer Gag, sondern Teil einer persönlichen Geschichte. Er begleitet Generationen und wird weitergegeben.

Die Faustregel: Lieber ein Schmuckstück mit bleibendem Wert als fünf kurzlebige Trends.

Blazer mit Geschichte – vielleicht einst im Kleiderschrank der Großmutter –, kombiniert mit schlichter Bluse und feinem Goldschmuck. Jung interpretiert, selbstverständlich getragen, ein stilles Spiel aus Erbe und Gegenwart.
Unsplash / Josué Sánchez

4. Reparatur statt Austausch

Luxus wird nicht ersetzt, sondern gepflegt. Schuhe werden neu besohlt, Taschen restauriert, Schmuck aufgearbeitet. Der Gedanke dahinter ist klar: Wert bleibt, wenn man ihn erhält. Wegwerfen gilt als Zeichen fehlender Disziplin. Dafür geht man zum Schuster seines Vertrauens oder kennt Änderungsschneidereien, die auch die alte Tradition des Kunststopfens noch ausüben.

5. Der junge Stil: "Europäisch"

Der junge Old-Money-Look wirkt wie eine Version des berühmten "Parisian Chic". Statt auffälliger Trends dominieren Blazer mit klarer Schulterlinie, Loafer aus Glattleder sowie feine Strickteile in Creme oder Navy.

Dazu eine Prise Scandi-Chic mit dezentem Goldschmuck. Es ist ein Stil, der nicht auf schnelle Aufmerksamkeit setzt, sondern auf Selbstverständlichkeit. Dazu braucht es kein (sichtbares) Gucci & Co.

{title && {title} } mia, {title && {title} } Akt. 17.02.2026, 10:08, 17.02.2026, 09:41
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