Kurz vor Mitternacht waren Hundebesitzer Alexander und Melanie Lerchster mit ihrer Mini-Chihuahua-Hündin "Nala" noch einmal draußen gewesen, als es plötzlich raschelte und sich ein Uhu auf die nur eineinhalb Kilogramm schwere Hündin stürzte. Offenbar wollte sich der Greifvogel mit dem ungewöhnlichen "Snack" wieder aus dem Staub machen, doch "Nala" ließ sich das nicht gefallen.
Ein Chihuahua wäre kein Chihuahua, wenn er so einen Angriff einfach hinnehmen würde, und so mobilisierte der kleine Vierbeiner alle Kräfte und biss offenbar an der richtigen Stelle zu, als sie vom Uhu bereits vom Boden gehoben wurde. Der große Vogel ließ von ihr ab, "Nala" fiel ein Stück, rannte davon und versteckte sich im Schock in einem umliegenden Wald.
"Nala" konnte zwar vom verzweifelten Frauchen und Herrchen schnell wiedergefunden werden, doch leider verletzt. Die Krallen des Greifvogels hatten ihre Spuren hinterlassen, und am Hundepopsch klaffte eine tiefe Schnittwunde, die genäht werden musste. Die Hundehalter wollen zukünftig keine Spaziergänge mehr ohne Leuchthalsband machen.
Experten sind übrigens nicht überrascht, dass ein Uhu die kleine "Nala" als Beute ausgesucht hatte. Immerhin ernährt sich die größte Eulenart von Kleinsäugern wie Ratten und Mäusen, aber auch Fuchsbabys, weshalb "Nala" hier wohl genauso gut geschmeckt hätte. Da es heuer noch dazu ein langer und frostiger Winter war, kann der Hunger auch größer gewesen sein, weshalb der Uhu wohl auch Alternativen nicht abgeneigt war.