Ewige Wartezeiten

Gastpatienten-Causa – Wien und NÖ starten Gespräche

In den letzten Monaten wurde das Thema Gastpatienten heiß diskutiert. Am Montag beginnen nun Gespräche zwischen Wien und Niederösterreich.
Wien Heute
17.10.2025, 11:25
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„Derzeit sind die Wartezeiten auf Arzt- und OP-Termine bei Wiener Ärztinnen und Ärzten lang. Vor allem Patientinnen und Patienten aus Niederösterreich müssen sich oft monatelang gedulden. Bei einer Tagung der Patientenanwältinnen und -anwälte aller Bundesländer in Sankt Pölten wurde nun deutlich: Ab Montag beginnen Gespräche zwischen Wien und Niederösterreich zum Thema Gastpatienten.

Regelmäßige Beschwerden

Manche Gastpatientinnen und Gastpatienten warten ewig, andere bekommen gar keinen Termin. Wie noe.ORF.at berichtet, erhält Patientenanwalt Michael Prunbauer hierzu regelmäßig Anfragen. Problematisch seien vor allem die zahlreichen Akteurinnen und Akteure, die bei der Thematik mitmischen. Die Gesundheitsversorgung wird aus verschiedenen Töpfen finanziert – hier sei eine bessere Koordinierung nötig. "Auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten muss eingegangen werden, und diese dürfen nicht an der Bundesländergrenze enden", so Prunbauer im ORF.

Gespräche zwischen Wien und Niederösterreich

Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hatte bereits einen Gesundheitsgipfel mit allen Beteiligten angekündigt, bisher fand dieser allerdings noch nicht statt. Am Montag soll laut noe.ORF.at ein Gespräch zwischen Landesrat Kasser und dem Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) stattfinden. Laut Kasser sei das Burgenland bisher nicht eingebunden, doch im Finanzausgleich sei alles geregelt: Die Stadt Wien erhalte 500 Millionen Euro aus Niederösterreich für die Versorgung der Patientinnen und Patienten.

"Ostregion soll zusammengelegt werden"

Auch der Wiener Patientenanwalt Gerhard Jelinek erhält laufend Beschwerden zu dieser Thematik, wie "Heute" berichtet. Schon länger fordert er, dass die Ostregion gemeinsam geplant und finanziert werden soll. Außerdem stelle sich für ihn die Frage, "wieso es nicht möglich ist, eine exakte Leistungsabrechnung zu machen: Dass man sagt, so und so viele Patientinnen und Patienten aus Niederösterreich wurden behandelt und das und das hat sie gekostet", so Jelinek im ORF.

Kritik an ME/CFS-Anlaufstellen

Ein weiteres, lang diskutiertes und oft kritisiertes Thema ist die geringe Anzahl an Anlaufstellen für Long-Covid- und ME/CFS-Patientinnen und -Patienten. Laut Michaela Wlattnig, Patientenanwältin in der Steiermark und Sprecherin aller Patientenanwälte, geht es um rund 80.000 Betroffene, wie sie im ORF erklärt. "Hier muss dringend Versorgungsstrukturen geschaffen werden. Man wüsste, wie es geht: Es gibt einen nationalen Aktionsplan, aber man muss ihn auf den Boden bringen", so Wlattnig.

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