In den USA halten die Proteste an, nachdem die 37-jährige Renee Nicole Good am Mittwoch von einem ICE-Beamten in Minneapolis erschossen wurde. Auch österreichische Schriftsteller möchten ihrer Kollegin aus den USA nun gedenken.
Dafür habe man ein Personenkomitee "Renee Nicole Good" gegründet. Wie die "Krone" berichtet, wolle man eine Gedenkveranstaltung abhalten, sobald dem Komitee Texte der erschossenen US-Staatsbürgerin vorliegen.
Hart ins Gericht geht das Komitee um Franzobel und Gerhard Ruiss mit der US-Regierung. Anstatt Betroffenheit und Einsichten zu zeigen, werde von Notwehr und Selbstverschulden gesprochen. Zudem wurde Good als Terroristin hingestellt. Die österreichischen Autoren wollen Gerechtigkeit für das Ansehen der 37-Jährigen.
"Wir halten es für eine Mindestanforderung, einer solchen Politik, die für die Tötung von Renee Nicole Good verantwortlich ist, klar und eindeutig zu sagen, dass sie nicht im Interesse von Bevölkerungen, sondern ausschließlich im eigenen Interesse und im Interesse von Gruppierungen handelt, die Länder nicht regieren, sondern in ihren Besitz bringen wollen, und deren Reichtum ihnen erlauben soll, sich über jedes Recht hinwegzusetzen", heißt es in einer Aussendung.
Am Mittwoch wurde Renee Nicole Good von einem ICE-Beamten durch Kopfschüsse getötet – gleich dreimal feuerte der Mann auf die 37-Jährige. Zuvor soll Good angeblich mit ihrem Wagen eine Straße blockiert haben. Die Männer der Einwanderungsbehörde näherten sich dem Fahrzeug und wollten die Tür öffnen, als die Frau die Flucht ergreifen wollte – dann fielen die tödlichen Schüsse.
Seitens der US-Regierung hatte man verbreitet, dass Good versucht haben soll, einen Beamten zu überfahren. Laut US-Präsident Donald Trump habe dieser nur knapp überlebt und erhole sich im Spital. In einem Video ist allerdings zu sehen, wie der Schütze nach dem Zwischenfall scheinbar unverletzt davon spaziert. Laut US-Vize JD Vance genieße der Mann "absolute Immunität".