Österreicher (20) getötet

Geständnis nach Todesfahrt – Polizei steht vor Rätsel

Ein Pensionist hat gestanden, einen reglosen Mann mit einem Feuerwehrfahrzeug überrollt zu haben. Doch der Unfall in Traundorf wirft Fragen auf.
André Wilding
26.08.2026, 09:42
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Mehr als zwei Wochen suchte die Polizei nach jenem Lenker, der nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Traundorf im Bezirk Völkermarkt geflüchtet war. Nun hat ein Pensionist zugegeben, in der Unfallnacht einen reglosen Körper mit einem Feuerwehrfahrzeug überrollt und seine Fahrt danach fortgesetzt zu haben.

Doch damit ist der Fall noch nicht geklärt. Die Ermittler prüfen weiterhin den genauen Ablauf des Unglücks und gehen auch der Frage nach, ob womöglich noch ein weiteres Fahrzeug beteiligt war.

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20-Jähriger starb noch am Unfallort

Der Unfall ereignete sich am 9. August gegen 4.30 Uhr auf der Bleiburger Straße in Traundorf. Ein 20-Jähriger aus Bleiburg kam dabei ums Leben.

In den folgenden zwei Wochen gingen rund 50 Hinweise bei der Polizei ein. Eine Zeugin hatte in der betreffenden Nacht ein Feuerwehrfahrzeug in der Nähe des Unfallortes gesehen. Später soll sie dieses bei der Absicherung der Unfallstelle erneut wahrgenommen haben.

Die Ermittlungen führten die Beamten schließlich am Montag zu einer Freiwilligen Feuerwehr im Bezirk Völkermarkt.

Gewebeteile unter Feuerwehrfahrzeug

Dort nahmen die Ermittler einen Mercedes Sprinter genauer unter die Lupe. Von außen waren zunächst keine Beschädigungen zu erkennen. Am Unterboden machte die Tatortgruppe des Landeskriminalamtes jedoch einen entscheidenden Fund.

"Mit an Sicherheit angrenzender Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um menschliches Gewebe", teilte die Polizei zu den sichergestellten Gewebeteilen mit.

Daraufhin wurde der infrage kommende Lenker ausgeforscht und einvernommen. Zunächst bestritt der Pensionist eine Beteiligung, später legte er ein Geständnis ab.

Lenker kehrte zum Unfallort zurück

Der Mann gab an, in jener Nacht "einen reglosen menschlichen Körper, der mitten auf der Straße gelegen" sei, mit dem Fahrzeug überrollt zu haben. Er sei dabei alleine im Wagen gewesen.

Nach dem Vorfall sei er "völlig geschockt" weitergefahren. Später kehrte er allerdings zum Unfallort zurück und half dort bei der Absicherung.

Hinweise auf eine Alkoholisierung des Mannes lagen laut Polizei zunächst nicht vor.

Ermittlungen wegen grob fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Pensionist den 20-Jährigen nicht nur überrollt, sondern auch angefahren hat. "Wir ermitteln wegen grob fahrlässiger Tötung", sagt Staatsanwaltschaftssprecher Christian Pirker gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Festgenommen wurde der Beschuldigte nicht. Laut Pirker bestehe keine Tatbegehungs-, Verdunkelungs- oder Fluchtgefahr. Noch sind allerdings wichtige Gutachten ausständig. "Das Gerichtsmedizinische Gutachten steht noch aus. Ebenso ein Kfz-Gutachten", erklärt Pirker der Tageszeitung.

War noch ein zweites Fahrzeug beteiligt?

Gemeinsam mit Sachverständigen soll nun rekonstruiert werden, was in jener Nacht tatsächlich passiert ist. Dabei wird auch geprüft, ob weitere Fahrzeuge in den tödlichen Unfall verwickelt gewesen sein könnten.

Metallteile, die am Unfallort gefunden wurden, werden dafür untersucht. Auch eine ausführliche Einvernahme des Pensionisten steht noch bevor.

Ob der Beschuldigte aktives oder ehemaliges Mitglied der Feuerwehr ist, ist derzeit nicht bekannt. Bis zur endgültigen Rekonstruktion des Unfallhergangs bleiben damit entscheidende Fragen offen.

{title && {title} } wil, {title && {title} } 26.08.2026, 09:42