Meinl-Reisinger greift durch

"Gewalt muss enden" – Mullah-Botschafter einbestellt

Schreckliche Lage im Iran: Das Mullah-Regime geht mit voller Härte gegen Demonstranten vor. Nun wurde der iranische Botschafter in Wien einbestellt.
Newsdesk Heute
12.01.2026, 19:26
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Im Iran gehen die Menschen seit zwei Wochen gegen die schlechte wirtschaftliche Lage und die Mullah-Regierung auf die Straße. Bei der Niederschlagung dieser Proteste sind nach den jüngsten Angaben einer Menschenrechtsorganisation mindestens 648 Demonstranten getötet worden, darunter auch Minderjährige.

Einigen Schätzungen zufolge gebe es sogar mehr als 6000 Todesopfer, teilte die in Norwegen ansässige Menschenrechtsgruppe Iran Human Rights (IHR) am Montag mit. Aufgrund der anhaltenden Internetsperre im Iran sei es aber "äußerst schwierig, diese Berichte unabhängig zu überprüfen".

Van der Bellen fordert Ende der Tötungen

Auch die österreichische Politik lässt die Lage in dem islamistischen Land nicht kalt. So hatte sich bereits Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu Wort gemeldet. Er forderte die Führung in Teheran dazu auf, das Töten zu beenden und zu Unrecht Inhaftierte freizulassen.

Die Rechte des iranischen Volkes, einschließlich der Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit müssen respektiert werden, so der Bundespräsident. "Die Iranerinnen und Iraner können in ihrem Streben nach einem besseren und vor allem freieren Leben auf unsere Solidarität zählen", bekräftigte Van der Bellen.

"Österreichs Haltung darlegen"

Jetzt gibt es auch eine Reaktion von Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos). Gegenüber "Heute" bestätigte man, dass der iranische Botschafter in Wien einbestellt wird. Demnach verurteile man das Vorgehen gegen die Demonstranten.

Deswegen wolle man gegenüber dem iranischen Diplomaten Österreichs Haltung unmissverständlich darlegen. "Die Gewalt muss sofort enden", so der Appell der Außenministerin.

"Die Iranerinnen und Iraner müssen ihre Rechte ausüben können, ohne Repression, Haft und tödliche Gewalt befürchten zu müssen. Alle, die wegen friedlichen Protests inhaftiert sind, müssen umgehend freigelassen werden."

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.01.2026, 19:26
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