Jeder von uns kennt sie und die mit dem Häuschen sind sogar ziemlich beliebt. Trotzdem haben wir teilweise gar keine Ahnung von den lustigen Schnecken, die unseren Garten mit Leben erfüllen, oder hättest du gewusst, dass eine Schnecke wirklich tausende Zähne hat?
Schnecken werden ja gerne mit viel in Verbindung gebracht, aber dass dieser kleine, weiche und schleimige Körper wirklich Zähne haben soll, wissen die wenigsten. Doch tatsächlich raspeln sie mit mehreren Tausend Zähnen ihre Nahrung so lange hin und her, bis der Futterbrei klein genug ist, um ihn zu schlucken. Die sogenannte Raspelzunge (Radula) ist hier maßgeblich entscheidend und auch evolutionär bedingt ein wahres Wunderding.
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Die Radula lässt sich noch am ehesten mit einer Art Schleifpapier vergleichen, denn winzige Zähne stehen sowohl horizontal als auch vertikal in Reih und Glied und zerkleinern die Nahrung durch Mahlbewegungen der Schnecke. Die Zähne wachsen auch ständig nach, weil die Schnecke – na ja – wirklich fast den ganzen Tag frisst.
Fun-Fact:
Die Raspelzunge ist nicht gerade leise, weshalb man Schnecken sogar schmatzen hört, wenn sie fressen.
Jetzt aber zu den Rekordhaltern: Während unsere liebe Weinbergschnecke mit etwa 40.000 Zähnen im schleimigen Maul ziemlich beeindruckt, liegt die sogenannte Schirmschnecke – eine Meeresschnecke aus den Tropen – mit sage und schreibe 750.000 Zähnen weit vorn. Diese Schnecke braucht aber auch eine gut funktionierende Radula, da sie nicht nur Salat und Algen, sondern auch Muscheln zerkleinern muss.