Keine Lust auf Job

"Glaubst, ich bin so blöd und gehe arbeiten?"

Kerstin platzt der Kragen: Sie muss bis 65 Jahren arbeiten, während der Nachbar bereits mit 21 vom "System" lebt und nur sporadisch einen Job hat.
Österreich Heute
22.08.2026, 11:38
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben

Kerstin aus Salzburg explodiert förmlich, wenn das Thema aufkommt. Sie steht wochentags sehr früh auf, kümmert sich um Familie und Haushalt UND geht 40 Stunden pro Woche arbeiten. Sie arbeitet durchgehend seit dem Start der Lehre mit 15 Jahren.

Umso größer ist ihr Ärger über einen 21-Jährigen aus ihrem Umfeld. Der junge Mann hat keine abgeschlossene Ausbildung, erzählt sie "Heute". Nur sehr sporadisch nimmt er für zwei oder drei Monate einen Job an, danach geht er "wieder in die Arbeitslose."

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Dass der 21-Jährige noch bei seinen Eltern wohnt und AMS-Geld bezieht, stört Kerstin dabei weniger als seine Einstellung zum Arbeiten.

"Glaubst du, ich bin so blöd und gehe arbeiten"

Denn der junge Mann macht laut Beschreibung aus seiner Haltung kein Geheimnis. Kerstin zitiert seinen Lieblingssatz: "Glaubst du, ich bin so blöd und gehe arbeiten."

Genau dieser Satz bringt die 40-Stunden-Kraft auf die Palme. Sie empfindet auch seine Einnahmen aus öffentlichen Geldern als zu hoch.

"Und wir müssen wegen solchen Leuten bis 65 arbeiten"

Kerstin zieht einen Vergleich mit ihrem eigenen Alltag. Während sie Woche für Woche ihre 40 Stunden arbeitet und sich daneben um Familie und Haushalt kümmert, erlebt sie einen jungen Mann, der gar kein Interesse an dauerhafter Arbeit hat.

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

"Und wir müssen wegen solchen Leuten bis 65 arbeiten", ärgert sie sich.

Mit ihrem Frust ist Kerstin nicht allein. Erst kürzlich meldete sich "Heute"-Leser Thomas mit ganz ähnlichen Erfahrungen.

Thomas hat nach eigenen Angaben 47 Jahre lang gearbeitet und Beiträge eingezahlt. Mittlerweile ist er in Korridorpension. Nach seinen Angaben muss er dabei einen monatlichen Abschlag von 12,6 Prozent hinnehmen.

Auch er berichtete von Personen aus seinem Umfeld, bei denen er den Eindruck hat, dass sie sich bewusst dem Arbeitsmarkt entziehen und trotzdem staatliche Leistungen beziehen. Von einem Mann um die 50 erzählt er besonders ausführlich.

Dieser Mann führt ein Luxusleben, besitzt eine Wohnung, ein Auto und auch noch ein teures Motorrad. Mehrmals im Jahr fährt er auf Urlaub. "Da bleibt eben kaum Zeit für einen ernsthaften Arbeitsplatz."

{title && {title} } red, {title && {title} } 22.08.2026, 11:38