Verwackeltes Urlaubsfoto aussortiert, beim Aufräumen einmal zu schnell getippt: Bisher war das bei Google Fotos kein großes Problem. Doch jetzt hat der Konzern die Frist zum Wiederherstellen drastisch verkürzt.
Bisher galt bei Google Fotos eine Unterscheidung: Fotos, die mit dem Google-Konto synchronisiert waren, blieben nach dem Löschen 60 Tage im Papierkorb. Für Aufnahmen, die nur lokal auf dem Handy lagen, waren es schon immer nur 30 Tage.
Nach Angaben von "inside-digital.de" gibt es diese Unterscheidung künftig nicht mehr. In der Hilfe von Google Fotos nennt der Konzern jetzt für beide Fälle dieselbe Frist von nur 30 Tagen.
Betroffen sind nicht nur Android-Nutzer, sondern alle, die Google Fotos mit aktivierter Sicherung verwenden.
Die Änderung hat Folgen: Löschst du ein gesichertes Foto in Google Fotos, verschwindet es nicht nur aus der Cloud. Es wird auch auf allen anderen Geräten entfernt, auf denen Google Fotos mit aktiver Sicherung läuft – etwa auf deinem Tablet oder einem Zweithandy.
Auch der Datenexport über Google Takeout hilft nach Ablauf der Frist nicht weiter. Was endgültig gelöscht ist, lässt sich laut Google nicht mehr zurückholen.
Wer bei einem Bild unsicher ist, muss es nicht gleich löschen. Google Fotos bietet ein Archiv. Archivierte Aufnahmen verschwinden aus der normalen Fotoansicht, bleiben aber erhalten – ohne Ablaufdatum. So sparst du zwar keinen Speicherplatz, behältst aber alle Erinnerungen.
Mit der Änderung passt Google seinen Fotodienst an andere hauseigene Dienste an. Auch in Gmail und Google Drive wird der Papierkorb nach 30 Tagen automatisch geleert. Wer nach Urlauben oder Familienfeiern großzügig aussortiert, sollte zeitnah einen Blick in den Papierkorb werfen.