Wo wird Österreichs Klassiker, das Schnitzel, am häufigsten bestellt? Dieser Frage ist Lieferando auch heuer wieder nachgegangen. Im Rennen waren Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck.
Insgesamt wurden von Jänner bis Ende August 378.985 Schnitzel über die Plattform bestellt. Und obwohl die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent gesunken ist, hat sich an der Schnitzelliebe der Österreicher einiges verändert.
Den entscheidenden Blick liefert die Zahl der Bestellungen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. Dabei kommt eine Stadt auf 7,4 Schnitzelbestellungen pro 100 Einwohner – deutlich mehr als die zweitplatzierte Stadt mit 5,7.
Damit ist klar: Wien ist Österreichs Schnitzelhauptstadt 2026. Dahinter folgen Linz mit 5,7, Graz mit 4,9, Innsbruck mit 4,6 und Salzburg mit 2,1 Bestellungen je 100 Einwohner.
Ganz ohne Trost bleibt Graz allerdings nicht. Beim Blick auf die Bewertungen der Schnitzelrestaurants liegt die steirische Landeshauptstadt vorne.
Mit durchschnittlich 4,34 von 5 Sternen führt Graz das Feld an. Dahinter folgen Linz mit 4,26, Wien mit 4,24, Innsbruck mit 4,18 und Salzburg mit 4,15 Sternen.
"Das Wiener Schnitzel gehört zu Österreich wie kaum ein anderes Gericht. Umso spannender ist es zu sehen, dass sich auch innerhalb weniger Jahre Verschiebungen zeigen: Wien holt sich 2026 erstmals die Schnitzelkrone, während Graz bei den Bewertungen vorne bleibt", erklärt Natascha Mauthner, Geschäftsführerin von Lieferando Österreich.
Auch beim Preis zeigen sich große Unterschiede. Ein durchschnittliches Schweineschnitzel kostet in Salzburg 19,73 Euro. Innsbruck folgt mit 18,31 Euro, Linz mit 16,31 Euro, Wien mit 15,09 Euro und Graz mit 14,66 Euro.
Noch größer ist die Preisspanne beim Blick auf alle untersuchten Angebote: Das teuerste Schnitzel kostet 89,90 Euro und kommt aus Grafenbach-Sankt Valentin. Am anderen Ende gibt es ein Angebot um rund vier Euro in St. Pölten.
Insgesamt wurden heuer weniger Schnitzel bestellt als im Vergleichszeitraum 2025. Eine Variante konnte allerdings zulegen: Das Schweineschnitzel kommt auf 38.586 Bestellungen, ein Plus von 1,8 Prozent.
Hühnerschnitzel gingen um 4,8 Prozent zurück, Putenschnitzel um 3,3 Prozent und Kalbsschnitzel um 7 Prozent.
Auch der durchschnittliche Preis stieg: Von 12,34 Euro im Vorjahr ging es auf 13,09 Euro – rund sechs Prozent mehr.
Dass Wien bei den Bestellungen vorne liegt, zeigt sich auch beim Angebot. In der Bundeshauptstadt wurden 718 Restaurants mit Schnitzelangebot ausgewertet. Graz kommt auf 125, Linz auf 87, Salzburg auf 60 und Innsbruck auf 55.
Absolut wurden in Wien 142.318 Schnitzel bestellt. Graz kommt auf 15.034, Linz auf 12.246, Innsbruck auf 6.151 und Salzburg auf 3.300.
Für die Ermittlung der Schnitzelhauptstadt wurden die Bestellungen allerdings ins Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl gesetzt. Der Betrachtungszeitraum reicht vom 1. Jänner bis zum 31. August 2026.