Diese Handy-Challenge sorgt für Aufsehen im ganzen Land. 72.000 Schüler machen mit: Drei Wochen lang ohne Smartphone – das Österreich-Experiment.
Jetzt hat sich das Gymnasium in der Kandlgasse in Wien-Neubau bei "Heute" gemeldet. Aus der 3D heißt es: "Wir sind wahrscheinlich die jüngste Klassengemeinschaft, die am Handyexperiment teilnimmt - und wir sind sehr stolz darauf!"
Die jungen Teenager sind überzeugt von der Sache, 23 machen mit, nur ein Schüler nicht. "Nachdem unser Klassenvorstand eine Übernachtungsparty an unserer Schule als Auftakt erlaubt hat – bei der wir uns alle feierlich von unseren Smartphones verabschiedet haben –, waren plötzlich fast alle mit Feuer und Flamme dabei."
Etwas mehr als eine Woche ist bereits geschafft: "Obwohl wir erst 13 Jahre alt sind, wissen wir sehr gut, dass wir alle irgendwie 'handysüchtig' sind und viel zu viel auf dem Handy herumtun."
R. (Name der Redaktion bekannt) gibt ohne Umschweife zu: "Das ist schon schwer, ich glaube, ich bin süchtig. Vielleicht werde ich noch aufgeben, aber ich will es probieren."
Kein leichter Start auch für Ahmed, ihm war zu Beginn langweilig: "Ich wollte andauernd nach meinem Handy greifen, aber meine Mutter hat es versteckt" – ein Rückfall ist also nahezu unmöglich.
Yevheniia hat ein völlig anderes Problem. Smartphones sind bei der Challenge verboten, nicht aber altmodische Telefone: "Mein erster Tag war sehr anstrengend, ich wusste nicht, wie ich an meinem Tastenhandy den Ton ausschalte. In der U-Bahn hat es plötzlich ganz laut Musik abgespielt, da haben mich die Leute komisch angeschaut."
"Am ersten Tag hatte ich mein Handy noch dabei, aber es war ausgeschaltet", erzählt Suliman. Sein Problem: "Jedes Mal, wenn ich etwa die Uhrzeit nachschauen wollte, habe ich hingegriffen. Da musste ich irgendeinen Fremden nach der Uhrzeit fragen."
Fazit etwa zur Halbzeit: Die Schüler glauben mehrheitlich an ihren Erfolg.
Hintergrund der Aktion: Im September 2025 wurde die ORF-Doku „Drei Wochen Handyentzug: Das Experiment" ausgestrahlt. Damals machten 69 Schüler des Oberstufengymnasiums in Gänserndorf (NÖ) mit. 48 hielten bis zum Ende durch. Jetzt wurde das wissenschaftlich begleitete Experiment auf ganz Österreich ausgeweitet.