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Herbstwandern – 6 praktische Tipps für deinen Ausflug

Gute Vorbereitung und Planung sind beim Wandern das A und O. Sechs wissenswerte Tipps für alle, die es in alpines Gelände zieht.
Heute Life
14.09.2025, 20:30
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Ausflüge in die Berge und Wanderurlaube liegen voll im Trend. 2025 plante rund ein Viertel der Österreicher den Sommerurlaub in den Bergen. Aber auch im Spätsommer und Herbst zieht es viele in alpines Gelände.

"So schön der Blick vom Gipfel ist, so groß sind auch die Risiken, wenn man unvorbereitet losgeht. Plötzliche Wetterumschwünge, falsches Schuhwerk oder eine Überschätzung der eigenen Kondition führen immer wieder zu gefährlichen Situationen", warnt ÖAMTC-Reiseexpertin Yvette Polasek. Allein im Jahr 2024 mussten knapp 740 Personen nach Unfällen von der ÖAMTC-Flugrettung mittels Taubergung aus unwegsamem Gelände gerettet werden. "Eine gute Tourenplanung, passende Ausrüstung und das Wissen um das richtige Verhalten im Ernstfall können Leben retten."

6 wichtige Wandertipps

1
Planung
"Eine Bergtour sollte nie spontan gestartet werden. Planung ist die halbe Miete", so die Expertin. Entscheidend ist eine Route, die zum eigenen Fitnesslevel passt. Als Faustregel für Anfänger gilt: rund vier Kilometer pro Stunde im ebenen Gelände, 300 Höhenmeter bergauf oder 500 Höhenmeter bergab pro Stunde.
2
Ausrüstung
Gutes Schuhwerk und Kleidung im Zwiebelprinzip sind unverzichtbar. "Funktionsshirt, wärmende Schicht, wind- und wasserdichte Jacke – so bleibt man flexibel bei Wetterumschwüngen", erklärt Polasek. Wichtig: Die Wanderschuhe rechtzeitig einlaufen, passende Socken tragen und Blasenpflaster dabeihaben.
3
Pausen
Regelmäßige Pausen beugen Erschöpfung vor – dafür sollten, je nach Länge der Bergtour, zwei bis drei Liter Wasser pro Person mitgenommen werden, ebenso kleine Snacks wie Müsliriegel oder Obst.
4
Wetter
Das Bergwetter ist launisch. Vor jeder Tour sollte man den Wetterbericht prüfen – am besten am Vortag und am Morgen. "Bei Anzeichen für instabile Bedingungen gilt: umplanen oder verschieben. In den Bergen kann aus Sonnenschein sehr schnell ein gefährliches Gewitter werden", weiß Polasek.
5
Orientierung
Digitale Hilfsmittel sind praktisch, können aber ausfallen. Eine klassische Wanderkarte gehört daher immer in den Rucksack.
6
Rücksicht auf die Natur
Rücksicht ist oberstes Gebot – auf Tiere, Natur und Mitmenschen. Lärm vermeiden, Abstand zu Weidevieh und Wildtieren halten und Hunde unbedingt anleinen. "Verpackungen von Jause und Abfälle müssen wieder mit ins Tal genommen werden – damit die Natur für alle ein Erlebnis bleibt", appelliert die Reiseexpertin.

Richtig handeln in Notsituationen

Kommt es doch zu einem Notfall, zählt jede Minute. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und die Rettungskette in Gang zu setzen. In Österreich gelten die Notrufnummern 140 (Alpin-Notruf) und 144 (Rettung). Um Rettungsleute bei der Ortung zu unterstützen, kann man nach Absprache durch Rufen, Lichtzeichen oder Winken mit auffälliger Kleidung auf sich aufmerksam machen. Vor jeder Bergtour sollte man unbedingt einer Vertrauensperson die geplante Route und Rückkehrzeit mitteilen.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 15.09.2025, 18:08, 14.09.2025, 20:30
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