"Jeder fünfte Patient"

Hitze füllt Wiens Ambulanzen – Notfallarzt verrät Trick

Die Hitzewelle schlägt auf Wiens Spitäler durch. In Spitzenzeiten ist bereits jeder fünfte Patient wegen der Hitze in Behandlung.
Heute Life
07.08.2026, 07:48
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Die anhaltende Hitze sorgt in den Spitälern des Wiener Gesundheitsverbunds (Wigev) für ein deutlich höheres Patientenaufkommen. Analog zu den hohen Temperaturen im Juni verzeichneten die Kliniken mehr Patientinnen und Patienten. "In Spitzenzeiten behandeln wir jeden fünften Patienten wegen hitzebedingter Beschwerden", sagt Alexander Spiel, Leiter der Notfallabteilung der Klinik Ottakring.

„In Spitzenzeiten behandeln wir jeden fünften Patienten wegen hitzebedingter Beschwerden.“

Eine Entspannung ist vorerst nicht in Sicht. Nur am Freitag fallen die Temperaturen laut Prognose kurzzeitig unter 30 Grad. Danach steigen sie wieder allmählich an. Damit dürfte auch die Zahl der hitzebedingten Behandlungen weiter zunehmen.

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Vor allem ältere Menschen, chronisch Kranke und Personen, die sich längere Zeit im Freien aufhalten, geraten bei der anhaltenden Hitze zunehmend an ihre körperlichen Grenzen.

Cool Packs zum Abkühlen

Besonders gefährlich wird es bei einem Hitzschlag. Dann ist rasches Handeln gefragt. "Bei Patientinnen und Patienten mit Überhitzungssymptomen oder gar einem Hitzschlag ist es entscheidend, umgehend Maßnahmen zum Absenken der Körpertemperatur zu setzen", erklärt Spiel.

Die wirksamste Sofortmaßnahme sei eine intensive äußere Kühlung. "Den größten Effekt erzielen dabei externe Kühlmaßnahmen wie das Auflegen Cool Packs und nassen Tüchern in Körperregionen, wo große Blutgefäße direkt unter der Hautoberfläche verlaufen – etwa in den Leisten, den Achseln und im Halsbereich." Gleichzeitig gleichen Infusionen den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt aus, während Herz-Kreislauf und neurologischer Zustand engmaschig überwacht werden.

Eisbäder als letzte Rettung

In besonders schweren Fällen greifen die Mediziner sogar zu Eisbädern, um die Körpertemperatur möglichst rasch zu senken. "Bei einem Hitzschlag mit einer Körpertemperatur von mehr als 40 Grad Celsius ist sofortiges Handeln notwendig. Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich bleibende Organschäden verhindern", betont der Notfallmediziner.

„Je früher die Behandlung beginnt, desto besser lassen sich bleibende Organschäden verhindern.“

Mit den nächsten Hitzetagen dürfte auch der Druck auf die Wiener Spitäler weiter steigen. Die Ärzte appellieren daher, Warnzeichen wie Schwindel, Verwirrtheit, starke Kopfschmerzen oder Bewusstseinsstörungen ernst zu nehmen und im Ernstfall rasch medizinische Hilfe zu suchen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 07.08.2026, 07:48