Apotheker warnen

"Hitze kann die Wirkung von Medikamenten verändern"

Hitze setzt nicht nur dem Körper zu. Auch Medikamente können anders wirken. Apotheker warnen: Dosierung niemals selbst ändern!
Heute Life
05.08.2026, 22:30
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Die Hitzewelle bringt nicht nur schlaflose Nächte und Kreislaufprobleme – sie kann auch die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. "Hitze kann die Wirkung von Medikamenten verändern, sie verstärken oder abschwächen", betont die Österreichische Apothekerkammer. Hohe Temperaturen beeinflussen nämlich, wie Arzneimittel vom Körper aufgenommen und wieder abgebaut werden.

Mithilfe der Heidelberger Hitzetabelle erkennen Apothekerinnen und Apotheker auf einen Blick, welche Medikamente bei hohen Temperaturen besondere Vorsicht erfordern. Diese Informationen fließen direkt in die Beratung ein – etwa wenn bestimmte Arzneimittel das Durstgefühl oder die Schweißproduktion verringern.

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Medikamente niemals selbst anders dosieren

Wer sich bei großer Hitze schlapp oder schwindelig fühlt, sollte auf keinen Fall eigenmächtig die Medikamentendosis verändern. "Wenn sich Betroffene aufgrund der Hitze nicht fit fühlen, darf die Dosierung von Medikamenten niemals eigenmächtig verändert werden. Dies darf nur nach Rücksprache mit Arzt oder Ärztin erfolgen", stellt die Apothekerkammer klar. Denn eine falsche Dosierung kann schwerwiegende Folgen haben.

„Wenn sich Betroffene aufgrund der Hitze nicht fit fühlen, darf die Dosierung von Medikamenten niemals eigenmächtig verändert werden.“

Besonders aufmerksam sollten Kinder, ältere Menschen, Schwangere, Personen mit chronischen Erkrankungen sein. Sie reagieren auf Hitze oft empfindlicher. Auch Diabetikerinnen und Diabetiker sollten während heißer Tage häufiger ihren Blutzucker kontrollieren. Starkes Schwitzen oder veränderte Essgewohnheiten können das Risiko für eine Unterzuckerung erhöhen.

Schwindel bis Ohnmacht möglich

Hitze erweitert die Blutgefäße – der Blutdruck sinkt dadurch oft ganz von selbst. Wer zusätzlich Blutdrucksenker oder entwässernde Medikamente (Diuretika) einnimmt, kann rasch unter Schwindel, Kreislaufproblemen oder sogar einer Ohnmacht leiden.

Ebenso können manche Psychopharmaka und Diuretika das Durstgefühl oder die Schweißproduktion vermindern. Dadurch steigt das Risiko für Dehydrierung, Elektrolytverschiebungen und einen gefährlichen Hitzschlag.

Die Apothekerkammer weist außerdem darauf hin, dass manche entzündungshemmende Schmerzmittel bei Flüssigkeitsmangel die Nieren zusätzlich belasten können. Deshalb ist gerade an heißen Tagen ausreichendes Trinken besonders wichtig – sofern medizinisch nichts dagegen spricht.

Medikamente richtig lagern

Nicht nur die Einnahme, auch die Lagerung entscheidet über die Wirksamkeit von Arzneimitteln. Die Apothekerkammer empfiehlt, die Hinweise auf Verpackung und Beipackzettel genau zu beachten.

Vor der Einnahme sollte außerdem kontrolliert werden, ob sich Medikamente verändert haben – etwa durch Verfärbungen, ungewöhnlichen Geruch oder eine Verflüssigung. In solchen Fällen sollte vor der Anwendung unbedingt Rücksprache mit der Apotheke gehalten werden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.08.2026, 22:30