Seit zwei Jahren führte Martin Siebermaier das schmucke Bergschlössl unweit des Linzer Hauptbahnhofes. Es gab zwei Standbeine: die Vermietung und Weitervermietung von Arztpraxen und Büroflächen. Dazu kam die Organisation von Events und die Überlassung der Räumlichkeiten für Veranstaltungen.
Das Bittere: Als Folge der Rezession in Österreich ließ die Nachfrage sowohl nach Events als auch Flächen dafür nach.
Was die Situation zusätzlich verschärfte: Die Betriebs- und Energiekosten stiegen stark, auch die Instandhaltung des denkmalgeschützten Gebäudes kostete viel Geld.
Wie "Heute" vom Kreditschutzverband erfahren hat, machen die Schulden rund 742.000 Euro aus. Zur Höhe des Vermögens ist nichts bekannt.
15 Gläubiger sind von der Pleite betroffen. Mitarbeiter werden keine beschäftigt.
Die Pleitewelle kennt kein Erbarmen: Es hat vor kurzem auch einen Linzer Schmuckhändler erwischt. Die Zukunft des Unternehmens steht in den Sternen.
Die Ursachen für das jetzt eröffnete Sanierungsverfahren: Wegen der anhaltenden Teuerung gingen die Umsätze stark zurück. Davon betroffen: Uhren und Schmuck im mittleren und unteren Preissegment.