Knalleffekt im Fall "Elmo"

Hunde töteten Joggerin, jetzt müssen sie sterben

Im Fall "Elmo" werden auch die beiden weiteren Kampfhunde eingeschläfert. Das hat ein Gericht in Oberösterreich nun entschieden.
Oberösterreich Heute
28.11.2025, 11:20
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Der grausige Vorfall um "Elmo" und zwei weitere Kampfhunde erschütterte ganz Oberösterreich: Am 2. Oktober 2023 wurde eine Joggerin (60) auf einem Feldweg in Naarn (Bez. Perg) von drei American Staffordshire Terriern zerfleischt – sie starb noch am Tatort an ihren schweren Bissverletzungen.

"Elmo" wurde noch am selben Tag eingeschläfert. Doch was passiert mit den anderen beiden? Jetzt steht fest: Auch "Peanut" und "Cookie" werden nicht verschont. Das hat das Landesverwaltungsgericht Oberösterreich am Freitag bestätigt.

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Wie ein Sprecher des Gerichts gegenüber "Heute" bestätigt, müssen die Hunde, die derzeit noch leben, nach dem Urteil nun eingeschläfert werden.

Die Richter wiesen die Beschwerde der Halterin (38) ab. Die Frau hatte argumentiert, die Tiere seien bereits einem Spezialtrainer geschenkt worden, könnten dort weiterleben. Das Gericht sah das anders: Eine gültige Eigentumsübertragung von der Frau auf den Trainer liege nicht vor. Auch eine neue "Gefährlichkeitsprüfung" sei laut neuem Hundehaltegesetz nicht mehr möglich.

Auch das Argument, dass nicht alle Hunde an der tödlichen Attacke beteiligt waren, wurde abgeschmettert. Im Urteil (liegt "Heute" vor) heißt es dazu: "Zusammengefasst ergibt sich, dass im strafgerichtlichen Verfahren sehr wohl erhoben wurde, welche Hunde an der tödlichen Bissattacke beteiligt waren". Dabei habe sich gezeigt, dass in Bisswunden auch die DNA-Spuren der beiden anderen Hunde vorhanden waren.

Gesetzeslage ist anders

Denn seit Dezember 2024 gilt in Oberösterreich: Wenn ein Mensch durch einen Hundebiss stirbt, gilt der Hund automatisch als besonders gefährlich – und muss eingeschläfert werden. Eine Anfechtung ist nicht möglich. Grundlage ist das Strafurteil gegen die Halterin wegen grob fahrlässiger Tötung.

Die Tragödie hatte in ganz Österreich für großes Aufsehen gesorgt. Die Halterin selbst wurde bei der Attacke verletzt, lag wochenlang im Spital. DNA-Spuren belegten später, dass alle drei Hunde am Angriff beteiligt waren. Der Fall hatte eine politische Debatte ausgelöst – die Landesregierung kündigte damals strengere Auflagen für Hundehalter an.

Die zwei Hunde lebten vorübergehend in einem Tierheim in Niederösterreich – und zuletzt offenbar bei einem Hundetrainer.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.11.2025, 11:43, 28.11.2025, 11:20
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