Reihe 12, Reihe 14 – aber wo ist die 13? Und warum schaut die Crew beim Einsteigen eigentlich so genau hin? Im Flugzeug passieren einige Dinge, die Passagiere kaum hinterfragen. Dabei steckt hinter vielen vermeintlich seltsamen Ritualen ein überraschender Grund.
Wer die Sitznummern genauer betrachtet, entdeckt bei manchen Airlines eine Lücke: Auf Reihe 12 folgt direkt Reihe 14.
Der Grund ist simpel: Aberglaube. Weil die 13 in vielen westlichen Ländern als Unglückszahl gilt, verzichten manche Fluggesellschaften auf die entsprechende Nummer. Je nach Kultur können auch andere Zahlen übersprungen werden. Weniger Sitzplätze gibt es dadurch natürlich nicht – sie werden lediglich anders nummeriert.
Die freundliche Begrüßung an der Flugzeugtür gehört zum Service, doch die Flugbegleiter haben dabei auch ihre Passagiere im Blick. Schon beim Einsteigen verschafft sich die Crew einen ersten Eindruck: Wirkt jemand stark alkoholisiert, krank oder verhält sich auffällig? Solche Beobachtungen können für die Sicherheit an Bord relevant sein. Hinter dem freundlichen "Willkommen" steckt also mehr Aufmerksamkeit, als viele vermuten.
Vor Start und Landung heißt es plötzlich: Fensterblenden öffnen. Auch das geschieht nicht, damit Passagiere eine bessere Aussicht haben. Im Ernstfall kann die Besatzung durch die Fenster schneller erkennen, ob sich draußen Gefahren befinden – beispielsweise Feuer. Gleichzeitig können sich die Augen besser an die Lichtverhältnisse außerhalb der Kabine gewöhnen. Das kann bei einer Evakuierung hilfreich sein.
Rauchen ist an Bord längst verboten. Trotzdem findet man in vielen Flugzeugtoiletten einen Aschenbecher. Was widersprüchlich klingt, hat einen Sicherheitsgrund: Sollte jemand trotz des Verbots eine Zigarette anzünden, muss diese sicher entsorgt werden können. Eine glimmende Zigarette im Papierkorb wäre schließlich eine erhebliche Brandgefahr.
"Bitte schalten Sie Ihre elektronischen Geräte in den Flugmodus" – diese Ansage kennt wohl jeder Flugreisende. Moderne Maschinen sind zwar gegen viele mögliche Störeinflüsse geschützt, dennoch gelten an Bord klare Vorgaben für elektronische Geräte.
Der Flugmodus unterbindet insbesondere die normale Mobilfunkverbindung. Welche zusätzlichen Verbindungen, etwa WLAN, erlaubt sind, hängt von Airline und Flugzeug ab. Maßgeblich sind daher immer die Anweisungen der Crew.
Ein Glas Wein und schon dreht sich über den Wolken alles schneller? Ganz so einfach ist es nicht. Alkohol führt im Flugzeug nicht automatisch zu einem höheren Blutalkoholwert als am Boden. Der niedrigere Kabinendruck und die Bedingungen an Bord können jedoch Müdigkeit oder Benommenheit begünstigen. Dadurch kann sich Alkohol subjektiv stärker anfühlen.
Auch wenn das Anschnallzeichen erlischt, ist es sinnvoll, den Gurt im Sitzen locker geschlossen zu halten. Turbulenzen können unerwartet auftreten – und vor allem unangeschnallte Passagiere können dabei verletzt werden. Wer unter einer Decke schläft, trägt den Gurt am besten sichtbar darüber. So erkennt die Crew sofort, dass er angelegt ist.