Gespräche laufen schon

"Immens gefordert" – ME/CFS-Anlaufstelle für OÖ geplant

Nach schweren Infektionen geraten viele Betroffene an ihre Grenzen. Jetzt plant OÖ eine eigene Anlaufstelle für Erkrankungen wie ME/CFS.
Oberösterreich Heute
12.05.2026, 04:00
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Für viele Betroffene ist der Alltag ein Kraftakt: Nach Infektionen kämpfen sie mit massiver Erschöpfung, Schmerzen und schweren Einschränkungen. Jetzt reagiert Oberösterreich – für Menschen mit postakuten Infektionssyndromen wie ME/CFS soll eine eigene Anlaufstelle entstehen.

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"An einem Strang ziehen"

Die konkreten Vorbereitungen dafür laufen bereits. Gesundheits-Landesrätin und LH-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) hatte den Auftrag dazu schon im Februar erteilt. Ende Mai soll in der Landes-Zielsteuerungskommission nun auch der formale Beschluss über die Finanzierung fallen. Diese soll gemeinsam durch das Land OÖ über den Oö. Gesundheitsfonds und die Sozialversicherung erfolgen.

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"Wir wollen damit in Oberösterreich einen entscheidenden Schritt setzen, um die medizinische und soziale Unterstützung von Patientinnen und Patienten zu verbessern, die nach Infektionskrankheiten an schwerwiegenden Folgeerkrankungen leiden", betont Haberlander anlässlich des Internationalen ME/CFS-Tages am 12. Mai.

Die Situation vieler Erkrankter sei dramatisch: "Wir wissen, dass die Betroffenen und ihre Angehörigen immens gefordert sind. Daher ist es wichtig, dass alle Systempartnerinnen und -partner an einem Strang ziehen", so die Gesundheits-Landesrätin. Auch die ME/CFS-Betroffeneninitiative Oberösterreich werde in die Entwicklung des Konzepts eingebunden.

"Enge Zusammenarbeit entscheidend"

Geplant ist ein integriertes Versorgungsmodell: Hausärzte, Krankenhäuser, spezialisierte Stellen und soziale Unterstützungsangebote sollen künftig enger zusammenarbeiten. Besonders wichtig sei dabei auch die soziale Absicherung der Erkrankten – genau dort gebe es aktuell oft große Probleme.

"Gerade bei postakuten Infektionssyndromen wie ME/CFS ist eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend", erklärt auch ÖGK-Landesstellenausschuss-Vorsitzende Ursula Krepp. Viele medizinische Fragen seien noch ungeklärt, Beschwerden könnten aber zumindest teilweise gelindert werden. Ziel sei deshalb ein "starkes, gut abgestimmtes Netzwerk", das Betroffene besser unterstützt.

Vernetzungstreffen schon im Gange

Bereits stattgefunden haben erste Vernetzungstreffen mit Ärztekammer, ÖGK, PVA, Rotem Kreuz, Krankenhäusern sowie Behörden von Land und Bund. Weil es derzeit noch keine österreichweit einheitliche Lösung gibt, wurden auch Modelle aus anderen Bundesländern analysiert. Deren Erfahrungen sollen nun in das oberösterreichische Konzept einfließen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 12.05.2026, 04:00
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