Wirbel um Putz-Plan in Linz

"Inakzeptabel" – Politikerin zieht bei Müll Notbremse

Der neue Putzplan für die Linzer Landstraße sorgt für mächtig Schmutzwäsche im Rathaus. Die zuständige Stadträtin ordnete jetzt die Rücknahme an.
Oberösterreich Heute
27.08.2026, 16:18
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Seit April gelten bei der Stadtreinigung neue Abläufe: Die Landstraße wird seltener nass gereinigt, auch die Mistkübel werden abends nicht mehr so lange geleert. Die FPÖ übte daran wie berichtet scharfe Kritik. FP-Stadtrat Michael Raml forderte bereits eine "Sauberkeitsoffensive".

"Verwahrlosung"

Auch VP-Vizebürgermeister Martin Hajart schoss sich auf den neuen Putzplan ein. Ihn würden täglich Beschwerden, Fotos und Videos über verschmutzte Plätze erreichen. "Die Antwort auf den zunehmenden Schmutz kann nicht sein, dass in Linz der Putzbesen in die Ecke gestellt wird." Linz müsse einer "Verwahrlosung" entgegenwirken.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Personalreferentin Vizebürgermeisterin Merima Zukan (SPÖ) wies den Vorwurf einer Leistungskürzung zurück. Personal und Ressourcen würden gezielter dort eingesetzt, wo sie tatsächlich gebraucht werden. "Effizienter zu arbeiten bedeutet nicht, weniger zu leisten", betonte sie. Der Anspruch an die Sauberkeit bleibe unverändert hoch.

Jetzt Leserreporter werden.

Für jedes Foto in "Heute" oder jedes Video auf "Heute.at" gibt es 50 Euro.So geht's

Zuständige Politikerin nicht informiert

Die neuen Abläufe hätten bereits den veranstaltungsreichen Sommer überstanden. Bei regelmäßigen Kontrollen sei keine Verschlechterung festgestellt worden. Kaum gefüllte Mistkübel müssten etwa nicht unnötig oft geleert werden. Falls ein Intervall nicht ausreiche, werde nachgebessert, versprach Zukan.

Doch jetzt kracht es innerhalb der Linzer Stadtregierung: Die für die Stadtreinigung zuständige Stadträtin Eva Schobesberger (Grüne) erklärte, sie sei vorab nicht über die Änderungen informiert worden – und habe inzwischen den Auftrag erteilt, sie rückgängig zu machen.

"In keiner Weise zuständig"

Laut Schobesberger wird die Landstraße nur noch alle drei statt alle zwei Wochen nass gereinigt. Die Mistkübel werden dienstags, donnerstags und freitags nur noch bis 19 Uhr entleert, montags und mittwochs sogar nur bis 15 Uhr – bisher war das täglich bis 22 Uhr der Fall.

"Das ist aus meiner Sicht völlig inakzeptabel", so Schobesberger. Die Änderungen gingen "in die komplett falsche Richtung" und würden den Bemühungen widersprechen, die Landstraße attraktiver zu machen. "Ob sich die Personalreferentin, die inhaltlich in keiner Weise für die Stadtreinigung zuständig ist, hier im Rahmen ihrer Kompetenzen bewegt, ist zu bezweifeln", sagt Schobesberger.

{title && {title} } red, {title && {title} } 27.08.2026, 16:18